Ein Doppelschlag in der 8./9. Minute brachte den KSC früh in eine beruhigende Grundstimmung. Für das 1:0 hatte Geisert aufgelegt und Kentschke eingeschoben, während der zweite Treffer aus einem 25-Meter-Hammer von Marx resultierte. Das Abstaubertor von Rummel in der zwölften Minute relativierte den Vorsprung zwar wieder etwas, doch Karlsruhe hatte längst die eindeutige Vorherrschaft auf dem Platz übernommen. Das lag vor allem an dem besseren Mittelfeldspiel, das von Wischnowsky, Marx, Stark und dem zurückhängenden Geisert dominiert wurde. Münster hatte nur spielerische Schmalkost zu bieten, ansonsten setzte die westfälische Elf, bei der Bente, Dörr und Kiß fehlten, auf hartes Zerstören. So sahen die Zuschauer eine durch viele Unterbrechungen geprägte Partie, aber vor der Pause zwei weitere KSC-Tore. Das 3:1 hob der mittlerweile zum Spielmacher avancierte Stark elegant über Keeper Eiteljörge hinweg (41.). Drei Minuten später sprang Kania der Ball an die Hand. Witlatschil ließ sich die Strafstoßchance nicht nehmen.
Im zweiten Spielabschnitt blieben die Badener weiter im Vorwärtsgang, übertrafen sich jedoch gegenseitig im Chancenauslassen. Als die Kräfte allgemein schwanden - zuerst bei Münster, später auch beim KSC - fehlten die Torszenen bald völlig. Das einzige Tor nach der Pause erzielten kurioserweise die Preußen - wieder ein Abstauber Rummels (56.) - denen ansonsten im Angriff überhaupt nichts gelang. Ein paar uneffektive Dribblings von Lulka, der bei Kossmann jedoch meist auf Granit biss, und einige Schüsse, die Tormann Paul vor keine großen Proben stellten, waren einfach zuwenig. Karlsruhe harmonierte soweit ganz nett, kam mit dem körperbetonten Spiel der Gäste aber immer weniger klar und war zuletzt nur darauf bedacht, den Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit zu retten.