Wie im abgebrochenen Nebelspiel hatten die Borussen auf schneebedecktem Boden den besseren Start und gingen bereits nach sieben Minuten, als der HSV den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam, in Führung. Wosab war im Nachschuss erfolgreich. Es dauerte ein geraume Zeit ehe die Hamburger gleichwertig wurden. Zuvor musste Schnoor noch gegen Brungs (10.) das in der Luft liegende 2:0 verhindern. Nach einer knappen halben Stunde verfehlte Dörfel das BVB-Tor nur handbreit, wurde dann zwei Minuten später elfmeterreif gefoult, doch die Pfeife des Schiris blieb stumm. Bei einem Uwe Seeler-Kopfball fehlte dem HSV zudem das Glück (40.), denn Tilkowski lenkte das Spielgerät gegen den Innenpfosten und fing es danach auf.
Bähre, Kreuz und Uwe Seeler waren auch nach dem Wechsel der Seiten die Aktivposten der zielstrebigen Hanseaten. Dörfel, der nicht sein bestes Saisonspiel machte, aber von Burgsmüller auch nur selten entscheidend gestört wurde, flankte nach feinem Kreuz-Zuspiel in der 52. Minute auf den lauernden Uwe Seeler, der mit seinem präzisen Kopfball ausglich. Nur fünf Minuten später erhielten die Schwarz-Gelben einen umstrittenen Strafstoß, den Piechowiak an Rylewicz verursachte. Der Gefoulte, bislang fehlerfrei Elfmeterschütze, scheiterte jedoch am toll reagierenden Schnoor. Auch danach sahen die Besucher in Hamburg zumeist Einbahnstraßenfußball in Richtung Tilkowski. Uwe Seeler köpfte in der 71. Minute an die Latte, wurde fünf Minuten später elfmeterwürdig gefoult, doch auch Emmerich - auf der Gegenseite - erhielt in ähnlicher Situation keinen Strafstoß. Als sich ein 1:1-Remis immer deutlicher abzeichnete, denn die Kräfte schwanden zusehends, unterlief Geisler und Tilkowski ein Missverständnis. Uwe Seeler sprang dazwischen und traf zum Siegtor (86.). Bis dahin hatte die stabile Borussen-Abwehr dem HSV-Angriff getrotzt, doch der stete Druck der Hausherren wurde letztlich belohnt.