Im ersten Durchgang waren die Spielanteile recht gut auf beide Teams verteilt. Die dominierenden Mannschaftsteile waren beidseitig die Läuferreihen, wobei sich besonders das Karlsruher Trio profilierte. Auch die Torhüter hatten einen guten Tag erwischt. Torchancen teilten sich folgendermaßen auf: Madl war zweimal völlig frei, traf dabei einmal den Pfosten. Auf der Gegenseite meisterte Keeper Paul Schüsse von Koslowski (zweimal) und Matischak. In Punkto Einsatz fielen die Schalker etwas ab, was sie jedoch vor dem Seitenwechsel mit ihrem technischen Vermögen größtenteils ausglichen.
Der Kabinengang entließ eine engagiertere Badener Elf, die sich im weiteren Verlauf in der Schalker Spielhälfte festbiss. Allerdings blieben die Knappen mit schnell vorgetragenen Kontern immer gefährlich. Libuda und Gerhardt ragten bei diesen Aktionen heraus. Libuda war es auch, der in der 70. Minute für den ansonsten blassen Ex-Karlsruher Herrmann auflegte, dem das 1:0 für die ökonomisch, um nicht zu sagen lässig spielenden Gäste gelang. Dieser Treffer war Auslöser einer massiven Angriffsphase der Karlsruher, in die sich auch die starken Läufer intensiv einschalteten. Stopper Witlatschil, über den viele Spielzüge eingeleitet wurden, machte die exzellente Vorarbeit für den Ausgleichstreffer von Horst Wild, der gegenüber seinen zuletzt schwachen Leistungen im positiven Sinne kaum wiederzuerkennen war. Wild schoss hart und platziert aus kurzer Entfernung ein (80.). Mit zurückgezogenen Stürmern verstärkte Schalke in der Schlussphase die strapazierte Deckung und brachte mit einer Menge Dusel den glücklichen Punktgewinn über die Zeit. Dem KSC wäre nach der Leistung in Halbzeit zwei ein Sieg gegönnt gewesen, doch die eigene Abschlussschwäche vermasselte dieses Unterfangen.