Früh zeigte es sich, dass die Eintracht-Kicker mit dem schwierigen Winterboden besser klar kommen würden. Die Kugel lief trotz der Rutschbahn überraschend flüssig durch die Reihen der Gäste. Dabei bestach vor allem die rechte Außenbahn mit Lindner, Huberts und Kreß. Allerdings warf eine unübersichtliche Strafraumszene in der 13. Spielminute, aus der völlig überraschend das 1:0 für Lautern entstand, die Gäste erst einmal zurück. Torschütze Reitgaßl brauchte in diesem Falle nur einzuschieben. Was er ansonsten bot, war unterirdisch und wurde von den Zuschauern mit Hohn und Spott bedacht. Doch auch sein Partner, der Halbrechte Co Prins, hatte einen rabenschwarzen Tag, hielt den Ball zu lange und vertändelte ihn regelmäßig. Da Wrenger auf der linken Seite mit Abwehraufgaben überlastet war und Meier gegen den aufmerksamen, zweikampfstarken Lutz alleingelassen ohne Wirkung blieb, setzte nur der lauf- und spielstarke Richter hier und da Akzente. Der beste Lauterer aber stand mit Schnarr im Tor. Dem reaktionsstarken Keeper verdankten die Pfälzer letztlich den Punkt.
Frankfurt traf nämlich nur einmal, obwohl die Chancen für mindestens drei Spiele ausgereicht hätten. Erst als Lindner in der 40. Minute durchpreschte und Stein nur noch zu vollenden brauchte, hatte die Eintracht ihren dürftigen, zählbaren Erfolg. Ansonsten wurde zwar wunderschön kombiniert, doch das Schussglück, aber auch das fehlende Timing und die Unentschlossenheit im Abschluss, verhinderten - neben Schnarrs Paraden und Neumanns Umsicht - einen Sieg der Gäste. Bauer enttäuschte beim FCK ebenfalls (nach längerer Bundesligaabstinenz) und Schneiders läuferisches Potential wurde auf der Verteidigerposition vertan. Selbst aus den Lauterer Kommentaren klang nach Spielschluss ungeschönt heraus, wie glücklich der Punktgewinn für die deutlich unterlegenen Hausherren war.