Ein verunglückter Abschlag von Radenkovic landete in der dritten Minute bei Brungs, der sich die Chance zum Führungstreffer nicht nehmen ließ. Doch die Löwen steigerten sich langsam aber stetig in einen wahren Spielrausch hinein. Es dauerte allerdings geraume Zeit, ehe sich auch das Ergebnis den Kräfteverhältnissen auf dem (für die Dortmunder) schwer bespielbaren Platz anpasste. Zuvor traf Zeiser noch den Pfosten, Wessel parierte einen Heiß-Knaller und auf der Gegenseite blieb Radenkovic gegen Brungs Sieger. Eine Heiß-Brunnenmeier-Kohlars-Kombination brach den Bann in der 28. Minute: 1:1-Ausgleich. 1860 wirbelte nun leichtfüßig durch die überforderten BVB-Abwehrreihen und erhöhte noch vor der Pause auf 4:1. Zwei Mal hintereinander überlistete Kraus über halblinks Keeper Wessel (inkl. "Tunnel" zum 3:1) und Brunnenmeier reihte sich in die Torjägerliste mit dem explosiven 4:1-Treffer ein.
Während sich Humpa früh verletzte und den Stopperposten nur noch als Statist ausfüllte, ragten bei den Münchenern Steiner, Konietzka-Bewacher Zeiser, die ständig rochierenden Außen Kraus und Heiß sowie der Geißler schwindelig spielende Brunnenmeier heraus. Das wohl schönste Tor entstand in der 47. Minute. Die Stafette ging über Heiß und Küppers per Kopf auf Kohlars, dessen Fallrückzieher auf Brunnenmeier weiterleitete, der mit einem Flachschuss vollendete. BVB-Keeper Wessel blieb weiterhin schwer beschäftigt und meisterte einige gefährliche Schüsse der Löwen. Seine Mitspieler enttäuschten vor allem in der Abwehr, wo Burgsmüller, Redder und Geißler meist nur die Hacken ihrer Gegenspieler sahen. Schmidt musste eher Luttrop hinterherlaufen als anders herum und Konietzka versagte gegen Zeiser völlig. In der 76. Minute bereitete Brunnenmeier das 6:1 vor. Kraus überließ geschickt für Küppers, der Wessel die sechste Bude verabreichte. Nach einem überflüssigen, ja dummen Nachschlagen gegen Kurrat musste Kraus zwei Minuten vor dem Abpfiff das Feld verlassen und trübte den grandiosen "Eislauf" der Löwen noch ein wenig.