Alles wie gehabt. Saarbrücken legte einen tollen Start hin, ging in Führung, wirbelte im Stile eines Spitzenteams und - brach danach ein. Vollmar hieß der von Schönwälder freigespielte Torschütze der Gäste in der zweiten Minute. Auch in der Folgezeit gab der Ex-Nationalspieler Verteidiger Brase so manches Rätsel auf. Einziger Nachteil - nach einer halben Stunde war auch die Herrlichkeit Vollmars vorbei; Brase hatte seine Schliche erkannt und vom ballschleppenden Linksaußen ward kaum mehr etwas gesehen. Braunschweig gelang bereits in der fünften Minute durch einen Wuttich-Kopfball nach einem Freistoß von Bäse der Ausgleich. Doch es dauerte über eine halbe Stunde, ehe sich die Eintracht auf das flotte FCS-Spiel eingestellt hatte und auch Krafczyk, Rinas und Schönwälder in ihrem Offensivdrang zu bremsen vermochte. Kurz vor der Pause hatte Moll nach einem Diehl-Fehlpass die größte Führungschance, zielte jedoch knapp vorbei.
Inzwischen war das schöne Kombinationsspiel der Saarländer Vergangenheit und die Eintracht bestimmte die Richtung. Zwar konnte der Türke Ünyazici gegen Rohe auf Rechtsaußen wenig verrichten, doch dafür blühten Moll, Weschke und besonders der diesmal als Verbinder eingesetzte Schmidt auf. Steinmann fand kein Mittel gegen den flinken, technisch beschlagenen Spielmacher und verursachte zudem in der 55. Minute gegen eben diesen Gegner den ersten Elfmeter. Moll traf allerdings erst im Nachschuss, da Danner zuerst abwehrte. Der Schlussmann der Saarländer musste sich nun noch öfter auszeichnen, denn der Braunschweiger Druck ließ kaum nach und es taten sich regelmäßig Lücken im Abwehrverbund auf, in dem der gesperrte Mittelläufer Hesse von Diehl nicht gleichwertig ersetzt werden konnte. Mit einem weiteren Elfmeter stand das Endresultat fest. Rohe hatte für seinen bereits geschlagenen Keeper die Faust auf der Torlinie zu Hilfe genommen. Diesmal traf Moll sicher im ersten Versuch (72.). Die Niedersachsen durften sich aus der akuten Abstiegsnot verabschieden, während die Malstatter nur noch auf ein Wunder hoffen durften.