Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Zuschauer: 15.000 · Schiedsrichter: Rudolf Kreitlein

» Hinspiel: 4:2

Rahns Verletzung und die falsche Taktik bremsten den MSV

Rettete gegen Krämer mit toller Parade in der Schlussphase den wichtigen Auswärtspunkt: Herbert Eiteljörge
Beide Teams spielten mit Ausputzer, also mit verstärkter Abwehr. Während der MSV Müller auf diese Position zurückzog, schoben die Preußen Voß in die Abwehrzentrale und Mittelstürmer Menzel kümmerte sich als linker Verteidiger um Rahn. Müller blieb in Ermangelung gefährlicher Gäste-Angriffe jedoch weitestgehend arbeitslos. Das Spiel fand also hauptsächlich in der Münsteraner Hälfte statt. Da der MSV jedoch nahezu ohne Flügelstürmer auftrat - Rahns Muskelzerrung (20.) machte ihn früh zum Statisten und Lotz tummelte sich vorwiegend im Mittelfeld - massierten sich die Bemühungen der Gastgeber überwiegend in der Angriffsmitte, wo die vielbeinige Preußen-Abwehr leichtes Spiel hatte. Hinzu kam, dass Krämer gegen Drewes wenig bewirkte und Versteeg (Ausnahme 8. Minute - Pfostenschuss) seine Formkrise pflegte.

Münster hatte ebenfalls kaum Torchancen. Lulka schoss in der 16. Minute ein Abseitstor und traf in der 38. Minute den Ball nur mit der Sohle. Als die Duisburger im Schlussdrittel der Partie etwas mehr Druck erzeugten, hatte Krämer eine gute Einschussmöglichkeit. Der aufmerksame Tormann Eiteljörge - sicherer Rückhalt der Preußen-Defensive - hielt den Ball jedoch mit einer schönen Parade kurz vor dem Einschlag fest (78.). Ansonsten kämpften die Akteure mit dem seifigen "Rasen", der den gefrorenen Boden überzog und dem Zufall Tor und Tür öffnete. Ein gewisser Aufwärtstrend bei den nun seit 13 Spielen sieglosen Westfalen war aber fraglos erkennbar.
Spieltag

18. Spieltag

Samstag, 25.01.1964 Dortmund3:0Schalke
Samstag, 25.01.1964 Meiderich0:0Münster
Samstag, 25.01.1964 Hamburg1:1Karlsruhe
Samstag, 25.01.1964 FC Köln2:2TSV 1860
Samstag, 25.01.1964 Nürnberg1:0Frankfurt
Samstag, 08.02.1964 K´lautern3:0Hertha BSC
Donnerstag, 26.03.1964 Braunschweig3:1Saarbrücken
Montag, 30.03.1964 Stuttgart2:0Bremen

„In der Kabine ist es eng. Da kann passieren, dass ich einen Spieler anstecke. Das wäre schlecht. Bei Journalisten ist es nicht so schlimm. Wenn ich da einen anstecke, kommt der nächste.”

— Karl-Heinz Wildmoser in einem Pulk von Journalisten stehend, auf die Frage, warum er nicht in die Kabine gehe