Bereits nach vier Spielminuten verletzte sich HSV-Stopper Kröpelin am Arm und musste sich danach, mit einer Schlinge ums verletzte Körperteil versorgt, in die Rolle des Statisten auf der rechten Außenbahn einfügen. Praktisch nur noch mit zehn vollwertigen Akteuren sahen sich die Gäste in einer flotten Partie doch zumeist von den Frankfurtern zurückgedrängt. Die guten Leistungen von Torwart Schnoor, der einige tolle Paraden zeigte (z.B. in der 18. Minute gegen Schämers Schuss aus kurzer Distanz und in der 28. Minute gegen Trimholds Kopfball), und dem in die Mittelläuferrolle zurückbeorderten Nationalspieler Giesemann verdankten es die Hanseaten, dass es lange Zeit kein Gegentor gab. In der 42. Minute war jedoch Huberts zur Stelle, der die Führung der Hausherren erzielte. Bei einem Gegenzug in der 44. Minute glichen die Hamburger durch Uwe Seeler allerdings bereits wieder aus.
Der Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft war es auch, der nach dem Seitenwechsel als erster erneut ins Netz traf (54.). Vier Minuten später zeigte Schiedsrichter Mathieu (mit dem die Frankfurter Zuschauer überhaupt nicht zufrieden waren, so dass er nach Spielschluss unter Polizeischutz vom Platz geleitet werden musste) auf den Elfmeterpunkt, denn Lindner hatte Kreuz gefoult. Uwe Seeler schoss den Elfer allerdings nur an den Pfosten (58.). Gegen die vielbeinige Hamburger Abwehr war es danach für die unaufhörlich angreifenden Gastgeber äußerst schwer, das 2:2 zu erzielen. In der 83. Minute hatte Lindner jedoch den lang erwarteten Erfolg. Fünf Minuten vor dem Abpfiff traf Huberts sogar noch zum 3:2, doch Mathieu hatte eine Abseitsstellung gesehen, was ihn beim angeheizten Publikum nicht unbedingt beliebter machte. Aufgrund der starken kämpferischen Leistung und den punktuell vorgetragenen, aber nicht selten gefährlichen Kontern hatten sich die Gäste die Punkteteilung allerdings redlich verdient. Bei Frankfurt gefielen vor allem die Mittelfeldspieler Stinka und Trimhold, die als geschickte Ballverteiler für das nötige Übergewicht sorgten.