Schalke startete nicht nur mit dem 1:0 in der 4. Minute durch Berz fulminant, der einen Kiefaber-Fehler gedankenschnell verwertete, sondern erspielte sich von Beginn an im Mittelfeld eine Vorherrschaft, die vor allem aus dem überragenden Spiel ihres Lenkers Herrmann getragen wurde. Auch die soliden Abwehrcracks Nowak, Schulz und Horst sowie die starken Außen Libuda und Gerhardt waren ihren Gegenspielern meist einen Schritt voraus. Das erste Eigentor der Bundesligageschichte (Schulz hämmerte eine Reitgaßl-Flanke ins eigene Netz, 28.) störte den Knappen-Spielfluss nur kurzzeitig. Lautern hielt allerdings durch seine Aktivposten Neumann und Reitgaßl etwas besser dagegen, doch die Schwachpunkte auf Rechts- und Linksaußen konnten durch den zu oft auf sich allein gestellten Richter in der Offensive kaum kompensiert werden. So war es vor allem der Verdienst von Stopper Pulter und Keeper Schnarr, dass es beim 1:1 zur Pause blieb. Außerdem zielten Herrmann, Berz und Gerhardt mit drei Gewaltschüssen knapp am FCK-Tor vorbei.
Kaiserslautern kam schwungvoll aus der Kabine, doch Schalkes Deckung blockte solide ab und iniziierte regelmäßig flotte Gegenzüge. Herrmann schlenzte dabei gekonnt zum 2:1 ins lange Eck (52.) und Berz traf ein weiteres Mal zum vorerst beruhigenden 3:1 (69.). Erst in der Schlussphase gelang es den Pfälzern, noch einige Male durchzubrechen. Reitgaßl nutzte eine Schalker Unaufmerksamkeit zum 2:3 (86.) und Richter sowie Prinz visierten abschließend Torpfosten und Querlatte an. Der Sieg der Gäste war also zuletzt doch noch gefährdet, ging aber insgesamt gesehen in Ordnung.