In Sachen Ballsicherheit, Schnelligkeit und Präzision bot das Meidericher Team den Frankfurter Gästen vor allem im ersten Durchgang reichlich Anschauungsunterricht. Nicht nur in der Abwehrarbeit unterschieden sich die Kontrahenten, wobei sich zu der MSV-Überlegenheit auch noch die größere Kampfkraft gesellte, sondern vor allem im Angriff. Während Kreß & Co. umständlich und durchsichtig agierten, durchlöcherten Rahn, Krämer, Versteeg und Heidemann mit schnellen Kombinationen und verwirrenden Rochaden die Gäste-Deckung. Hätte Keeper Loy nicht einige Male großartig pariert, wären vor der Pause mehr als nur die zwei Treffer von Rahn (7.) und Heidemann (43.) gefallen.
Meiderich konnte allerdings das hohe Niveau der ersten Spielhälfte nicht über die Halbzeit retten. Im Mittelfeld behaupteten sich vor allem Horn und Lindner immer öfter gegen die langsamer werdenden Cichy und Nolden. Zudem hatte Höher auf der MSV-Seite nicht seinen besten Tag. Die Angriffsspitzen der Hessen blieben jedoch stumpf, da Lotz, Preuß und Sabath solide verteidigten. Ein starker Durchbruch vom wiederholt gut aufgelegten Krämer mit dem 3:0-Treffer - unter dem herauslaufenden Loy hindurch als gekonnter Abschluss - entschied nach einer knappen Stunde die Partie außerdem recht früh (57.). Der Gegentreffer durch Trimhold (62.) entsprang dann eher aus einer seltenen MSV-Unachtsamkeit. Hoffnung kam bei den Frankfurtern trotzdem nicht auf, denn die taktisch geschickt operierende Gutendorf-Elf behielt das Spiel bis zum Abpfiff sicher im Griff.