Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Zuschauer: 22.000 · Schiedsrichter: Alfred Ott

» Hinspiel: Bremen - Duisburg 1:1

Punkte erst nach der Pause verdient

Werder ließ nur wenige gute Chancen für den MSV zu. In dieser Szene verfehlte der Ball das Tor. Jagielski, Gecks, Piontek und Bernard (v.l.n.r.) schauten zu
Werder-Trainer Multhaupt war in der Vorsaison noch Trainer des MSV, kannte das Team also aus dem Effeff. Demzufolge begannen nicht nur die Bremer, sondern auch die Gastgeber überaus vorsichtig. Kubek und Nolden hatten Defensivaufgaben und Lotz hielt sich anfangs offensiv sehr zurück. Somit blieben mit Gecks, Krämer und Versteeg drei Angreifer übrig, die sich jedoch vorwiegend in Einzelaktionen versuchten - und verzettelten. Auch Bremen hatte mit Ferner eine Unterstützung für Lorenz zur Krämer-Bewachung zurückbeordert. Einige Torszenen gab es vor der Pause dennoch: Lorenz knapp am Tor vorbei (8.); Kubek übers Tor (25.); Thun ins Tor - doch wegen Handspiels abgepfiffen (27.) und Krämer übers Tor (37.). Hört sich alles nicht sonderlich spannend an; war es auch nicht, denn die Teams neutralisierten sich weitestgehend, auch wenn die Bremer phasenweise etwas druckvoller agierten.

Taktische Änderungen Trainer Gutendorfs zur zweiten Hälfte änderten die Sachlage. Krämer rückte auf Rechtsaußen und steigerte sich entscheidend. Lotz unterstützte ihn, von Defensivaufgaben derweil entbunden. Und auch Nolden traute sich nun öfter über die Mittellinie, ihm gelang jedoch nicht übermäßig viel. Kubek war aufgrund einer Verletzung vor der Pause nur noch tapferer Statist und Gecks - zuvor hypernervös - spielte etwas befreiter auf. Die Breschen in die Werder-Deckung schlug aber nur ein Spieler: Werner Krämer. So auch vor der Entscheidung, als ihn Jagielski nur per Foul bremsen konnte. Nolden verwandelte nervenstark und Keeper Bernard täuschend (70.). Den Bremern, die lange Zeit gut mitgehalten hatten, aber im Angriff nur durch Zebrowski und den aufrückenden Lorenz punktuell Gefahr entwickelten, fehlten zum Schluss die Kräfte zur Wende. Somit hielt nur der MSV den Anschluss nach oben, während der SVW wieder in Richtung Tabellenmittelfeld abglitt.
Spieltag

20. Spieltag

Samstag, 15.02.1964 Braunschweig0:3Frankfurt
Samstag, 15.02.1964 Dortmund3:2Karlsruhe
Samstag, 15.02.1964 Meiderich1:0Bremen
Samstag, 15.02.1964 Hamburg3:1Schalke
Samstag, 15.02.1964 K´lautern2:1TSV 1860
Samstag, 15.02.1964 FC Köln3:1Hertha BSC
Samstag, 15.02.1964 Nürnberg2:0Saarbrücken
Samstag, 15.02.1964 Stuttgart0:3Münster

„Wenn der Mann in Schwarz pfeift, kann der Schiedsrichter auch nichts mehr machen.”

— Andreas Brehme