Bundesliga

Spieltag

Spielbericht MSV Duisburg - SV Werder Bremen

Punkte erst nach der Pause verdient

Werder ließ nur wenige gute Chancen für den MSV zu. In dieser Szene verfehlte der Ball das Tor. Jagielski, Gecks, Piontek und Bernard (v.l.n.r.) schauten zuWerder ließ nur wenige gute Chancen für den MSV zu. In dieser Szene verfehlte der Ball das Tor. Jagielski, Gecks, Piontek und Bernard (v.l.n.r.) schauten zu

Werder-Trainer Multhaupt war in der Vorsaison noch Trainer des MSV, kannte das Team also aus dem Effeff. Demzufolge begannen nicht nur die Bremer, sondern auch die Gastgeber überaus vorsichtig. Kubek und Nolden hatten Defensivaufgaben und Lotz hielt sich anfangs offensiv sehr zurück. Somit blieben mit Gecks, Krämer und Versteeg drei Angreifer übrig, die sich jedoch vorwiegend in Einzelaktionen versuchten - und verzettelten. Auch Bremen hatte mit Ferner eine Unterstützung für Lorenz zur Krämer-Bewachung zurückbeordert. Einige Torszenen gab es vor der Pause dennoch: Lorenz knapp am Tor vorbei (8.); Kubek übers Tor (25.); Thun ins Tor - doch wegen Handspiels abgepfiffen (27.) und Krämer übers Tor (37.). Hört sich alles nicht sonderlich spannend an; war es auch nicht, denn die Teams neutralisierten sich weitestgehend, auch wenn die Bremer phasenweise etwas druckvoller agierten.

Taktische Änderungen Trainer Gutendorfs zur zweiten Hälfte änderten die Sachlage. Krämer rückte auf Rechtsaußen und steigerte sich entscheidend. Lotz unterstützte ihn, von Defensivaufgaben derweil entbunden. Und auch Nolden traute sich nun öfter über die Mittellinie, ihm gelang jedoch nicht übermäßig viel. Kubek war aufgrund einer Verletzung vor der Pause nur noch tapferer Statist und Gecks - zuvor hypernervös - spielte etwas befreiter auf. Die Breschen in die Werder-Deckung schlug aber nur ein Spieler: Werner Krämer. So auch vor der Entscheidung, als ihn Jagielski nur per Foul bremsen konnte. Nolden verwandelte nervenstark und Keeper Bernard täuschend (70.). Den Bremern, die lange Zeit gut mitgehalten hatten, aber im Angriff nur durch Zebrowski und den aufrückenden Lorenz punktuell Gefahr entwickelten, fehlten zum Schluss die Kräfte zur Wende. Somit hielt nur der MSV den Anschluss nach oben, während der SVW wieder in Richtung Tabellenmittelfeld abglitt.

Die Spielstatistik MSV Duisburg - SV Werder Bremen

Meidericher SV

-

SV Werder Bremen

1:0 (0:0)

Bundesliga 1963/1964, 20. Spieltag
15.02.1964, 15:30 Uhr
22.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Alfred Ott (Rheinbrohl)
Tore
1:0 Ludwig Nolden 70. (Foulelfmeter, Jagielski an Krämer)