Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Zuschauer: 40.000 · Schiedsrichter: Walter Zimmermann

» Hinspiel: 2:2

Schalke bekam Krämer nicht in den Griff

Lieferte sich spannende Duelle mit Schalkes Dribbelkünstler Libuda: Johann Sabath
Schalke kam im ausverkauften Wedau-Stadion in der ersten Viertelstunde besser zurande, als die zu Beginn noch etwas unsortierten Gastgeber. Heidemann (noch krankheitsgeschwächt) und Sabath hatten ihre liebe Müh und Not mit den Außen Gerhardt und Libuda. Auch die Halbstürmer Herrmann und Bechmann waren gut dabei, wenn es galt, ihre Spitzen in Szene zu setzen. In der 14. Spielminute drückte Bechmann einen Manglitz-Abklatscher über die Torlinie, doch der Schiedsrichter hatte zuvor ein Handspiel von Matischak gesehen. Da stand es allerdings bereits 0:1 gegen die Gäste. Nolden hatte Krämer vorzüglich in die Gasse geschickt, der am herauslaufenden Mühlmann vorbei sicher vollstreckte (9.). Und dieser Krämer - er war viel zu schnell und wendig für den tapferen Karnhof - riss mit zunehmender Spielzeit die Regie der Partie mit Sololäufen, klasse Pässen und gutem Überblick an sich. Auch am 2:0 war Krämer maßgeblich beteiligt. Über den Flügel war der Halbrechte unaufhaltsam nach innen gezogen, bediente Lotz, der sofort auf Rahn weiterleitete, dessen klasse Direktabnahme in Mühlmanns Gehäuse einschlug (19.). Dieser Treffer nahm Schalke weiteren, bereits merklich abgeebbten Schwung. Ein Rahn-Freistoß, den Mühlmann abwehrte, sorgte vor der Pause noch einmal für Aufregung (35.).

Schalke bemühte sich gegen die defensiven Duisburger auch nach der Pause, doch es fehlte an Zusammenhang zwischen den Mannschaftsteilen, denn Herrmann und Berz bauten immer mehr ab; Schulz hatte inzwischen mit Krämer den aufreibendsten Bewacherpart übernommen, fehlte somit entscheidend im Aufbauspiel und die Spitzen hingen durch oder dribbelten sich immer wieder fest (Libuda gegen Sabath). Horst hatte Versteeg dann in der 55. Minute gefoult, doch der Holländer rappelte sich blitzschnell wieder auf, schoss urplötzlich und ließ den überraschten Mühlmann alt aussehen. Mit diesem Treffer war die endgültige Entscheidung überaus früh gefallen. So tat es dem MSV auch nicht mehr sonderlich weh, dass Nolden nach einer Stunde verletzungsbedingt zum Statisten degradiert wurde. Den Schalkern fehlte in der Endphase sichtlich Wille und Mumm, um noch eine Wende zu bewerkstelligen.

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Spieltag

22. Spieltag

Samstag, 29.02.1964 Dortmund0:0Münster
Samstag, 29.02.1964 Meiderich3:0Schalke
Samstag, 29.02.1964 K´lautern2:4Saarbrücken
Samstag, 29.02.1964 FC Köln1:1Frankfurt
Samstag, 29.02.1964 Nürnberg2:2TSV 1860
Samstag, 29.02.1964 Stuttgart4:1Karlsruhe
Donnerstag, 26.03.1964 HamburgabgesagtBremen
Montag, 30.03.1964 BraunschweigabgesagtHertha BSC

„Hertha war keineswegs nur auf die Gefährdung des eigenen Tores bedacht.”

— Bela Rethy