Die Gastgeber hatten erneut die Sturmreihe umgebaut und schienen nun endlich die richtige Formation gefunden zu haben. Als neue Außenstürmer wussten Kraus und Schämer zu gefallen, während sich Huberts als zurückhängender Mittelstürmer sauwohl fühlte. Horn fiel als gefährlicher Distanzschütze auf und nur Solz hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Auch die Abwehr der Gastgeber stach die der Stuttgarter aus. Angefangen beim starken Schlussmann Loy brillierten die Läuferreihe und Linksverteidiger Höfer. Einzig Eigenbrodt erwies sich in einigen Situationen - so beim zweiten VfB-Tor - als Unsicherheitsfaktor. Den ersten zählbaren Erfolg verbuchte Frankfurt in der 21. Minute. Schämer jagte den Ball nach einem Huberts-Freistoß aus spitzem Winkel ins Netz. Sawitzki im VfB-Tor profilierte sich kurz darauf bei einem Stinka-Fernschuss, den Entenmann in letzter Konsequenz jedoch noch von der Torlinie schlagen musste (27.). Eisele glich zwischendurch zwar aus (24., Höller hatte zuvor Eigenbrodt ausgetanzt), doch Schämer bestätigte mit seinem zweiten Treffer nach einem Horn-Geschoss die Frankfurter Dominanz (38.).
Vier Minuten nach dem Kabinengang erhöhte Kanonier Horn auf 3:1. Sawitzkis Fingerspitzen konnten dem Scharfschuss nicht mehr die notwendige Richtungsveränderung mitgeben. Stuttgart kam im zweiten Durchgang zwar stärker auf, doch die Durchschlagskraft der Angriffsreihe fehlte in den entscheidenden Situationen: Waldners gekonnten Dribblings der rechtzeitige Abschluss, und der zu defensive Geiger als Anspielperson. Eisele wurde von Höfer neutralisiert; Arnold spielte wie gehabt einen technisch feinen Part, war vor dem gegnerischen Tor allerdings kaum präsent und Höller nutzte seine Vorteile gegen Eigenbrodt zu selten, lief zudem regelmäßig ins Abseits. Ein gefährlicher Seibold-Volleyschuss sah noch am gefährlichsten aus, doch Loy war einmal mehr auf dem Posten (55.). So kam der VfB nur noch zum Anschlusstreffer durch Höller, als Eigenbrodt wieder einmal zu weit entfernt von seinem Gegenspieler stand (86.). Die durch einige Stürmer zuletzt personell verstärkte Eintracht-Defensive brachte den Vorsprung jedoch verdientermaßen ins Ziel.