Nach dem 2:9-Debakel in München wollten sich die Hamburger auswärts unbedingt rehabilitieren. Keeper Schnoor musste eine Denkpause einlegen und wurde durch Oldie Krämer ersetzt und Stapelfeldt war für Piechowiak ins Team zurückgekehrt. Leichte Vorteile erspielten sich die Gäste vor allem im ersten Durchgang, als Uwe Seeler für Zwei rackerte, sich die Bälle aus dem Mittelfeld holte, aus allen Lagen schoss und sich in tollen Zweikämpfen mit dem zähen Kaack maß. Höhepunkte waren der Latten-Knaller des Mittelstürmers in der 22. Spielminute und ein gefährlicher Kreuz-Gewaltschuss, der nur knapp am Tor vorbeistrich (37.). Braunschweig tat sich vor der Pause in der Vorwärtsbewegung überaus schwer. Zu sehr waren die bewährten Antreiber Schmidt und Bäse in der Abwehr gebunden und zu selten setzten sich die Verbinder Schrader und Hosung gegen Bähre und Giesemann durch. Nur Wuttich bereitete Kurbjuhn am rechten Flügel einige Schwierigkeiten, die vorerst noch folgenlos blieben.
In der ersten Viertelstunde nach dem Wiederanpfiff veränderte sich kaum etwas an den Kräfteverhältnissen. Als Bäse mit einem 40-Meter-Diagonalpass die HSV-Abwehr jedoch entscheidend aufriss und Schrader erreichte, war es geschehen. Der Halbrechte flankte auf Wuttich, der dem Ball die entscheidende Richtungsveränderung gab (60.). Die Antwort bleib nicht aus, doch Bernd Dörfel traf im Gegenzug nur die Querlatte. Obgleich um den am Spielfeldrand geparkten Dulz dezimiert, gelang Braunschweig in der 80. Minute die Vorentscheidung. Diesmal war Wuttich durchgebrochen, dessen Flanke Schrader einköpfte. Das Anschlusstor Gert Dörfels in der 86. Minute nach einer Kreuz-Ecke kam arg spät, so dass der HSV-Schlussspurt etwas kurz ausfiel und am Ergebnis nichts mehr änderte. Die Eintracht hatte sich den Sieg aufgrund der starken zweiten Hälfte aber auch redlich verdient. Kernzelle ihres Erfolgs war einmal mehr die grandiose Läuferreihe.