Schalke legte fulminant los, doch auch die Eintracht versteckte sich keineswegs. So ergaben sich bereits in der Anfangsphase mehrere Einschussmöglichkeiten. Besonders Gerhardt brachte sich immer wieder in Schussposition, doch der S04-Halblinke wusste seine Chancen in der 1., 10. (Pfostenschuss) und 13. Minute (Loy rettete) nicht zu nutzen. Nach diesem ersten Ansturm fand sich die Eintracht aber immer besser zurecht und hatte vor allem im Mittelfeld Vorteile, weil die Antreiber Lindner und Stinka variabel und nahezu ohne Fehlpässe agierten, in Trimhold, dessen Formanstieg unverkennbar war, und Solz zudem gute Verbinder vorfanden. In der Spitze hatten Kraus und Huberts gegen Becher und Horst jedoch wenig bewirkt und nur Schämer tat sich als ständiger Gefahrenherd auf Linksaußen hervor. Huberts in der 15. Minute (weit übers Tor) und Lindner per Flachschuss (21., von Mühlmann zur Ecke gelenkt) hatten vor der Pause die aussichtsreichsten Gelegenheiten für die Frankfurter. Bei Schalke dribbelte sich Libuda einmal mehr in die Herzen der Zuschauer und auch Matischak sowie Gerhardt entwischten ihren Bewachern ein ums andere Mal, waren jedoch im Abschluss zu ungenau. Bechmann fand indes gegen Eigenbrodt kein Rezept und Pendler Kleina unterliefen zu viele Fehlpässe. Pech hatten die Gastgeber, als Bechmann in der 30. Minute eine schöne Vorarbeit von Matischak nur um Zentimeter verpasste.
Gerade einmal zwei Minuten waren die Akteure nach dem Seitenwechsel wieder auf dem Feld, als Mühlmann einen Huberts-Schuss nur abklatschen konnte und Schämer im Nachschuss aus 12 Metern traf. Beide Mannschaften waren ohne Doppelstopper angetreten und bevorzugten somit eine offenere Spielweise, die der Partie gut tat. Immer wieder entwickelten sich spannende Szenen in den Strafräumen, wobei Gerhardt (50., Loy rettete per Fußabwehr) und Kraus (58., verpasste den Ball knapp vor dem leeren Tor) in der Folgezeit am dichtesten vor dem nächsten Treffer waren. Auch zwei Fallrückzieher kurz hintereinander von Gerhardt und Matischak brachten nicht den erhofften Erfolg (60.). Mit der Verletzung von Willi Schulz in der 65. Minute (Oberschenkelmuskelriss) und seinem Ausscheiden (Kleina ging dafür in die Läuferreihe zurück) erhöhte die Eintracht den Druck noch einmal. Ein Hackentrick von Solz auf Huberts leitete die Vorentscheidung ein. Der Österreicher brauchte die wunderbare Vorlage nur noch ins Netz schieben (79.). Das 1:2 durch Karnhofs Pfund ins obere Dreieck nach einem indirekten Freistoß kam für Schalke natürlich viel zu spät (89.). Die Knappen hatten zuvor einfach zu viele Chancen vertan, aber gemeinsam mit ihrem Gegner den Zuschauern einen unterhaltsamen Nachmittag bereitet.