Im Hinspiel hatten die Borussen den FCK mit 9:3 regelrecht demontiert. So schlimm wurde es in diesem Spiel nicht, doch ein Klassenunterschied tat sich zwischen den beiden Teams trotzdem auf. Obwohl die Lauterer in der Frühphase der Partie vier Ecken erkämpften, geriet die Deckung der Borussen kaum einmal ernstlich in Gefahr. Anfängliche Unsicherheiten bei Kurrat und Bracht gehörten schnell der Vergangenheit an, dann hatten sie ihre beiden Halbstürmer Reitgaßl und Prins für den Rest des Spieles sicher im Griff. Da auch Braner im Sturmzentrum und die Außen Richter und Meier bestenfalls punktuell für Gefahr sorgten, konnte der BVB beruhigt sein Konzept fortentwickeln. Gestört wurden die Borussen eigentlich nur durch die Bemühungen von Schneider und Neumann, die verzweifelt so etwas wie eine Spielkultur beim FCK zu entwickeln versuchten. Kaum hatten die beiden Läufer erste interessante Akzente gesetzt, krachte ein 25-Meter-Geschoss von Konietzka ins Tor der Pfälzer (40.). Strich war zwar noch mit den Fingern dran, doch eine entscheidende Richtungsveränderung der Flugbahn war ihm nicht mehr möglich. Zuvor hatte der FCK-Keeper noch einen Gewaltschuss von Schmidt entschärft (28.), während auf der Gegenseite Schlussmann Kwiatkowski gegen Meier, Reitgaßl und Richter bei deren Halbchancen glänzte.
Neben den Torhütern konnten bei den Feldspielern eigentlich nur die beiden Borussen Bracht und Konietzka höheren Ansprüchen gerecht werden. Bracht schwang sich zur Schaltzentrale im Aufbauspiel der Gäste auf, während der technisch versierte Konietzka mit Kostrewa seine "Spielchen" trieb, allerdings den nötigen Tordrang vermissen ließ. Dortmund spielte elegant und clever, aber auch zu sehr in die Breite. Doch das Team wurde kaum gefordert und hätte dann auch sicher die Möglichkeit gehabt, zuzulegen. Kaiserslautern griff dagegen unorthodox und holprig, über den einzelnen, gewonnenen Zweikampf an. Hier und da kam es auch zu spannenden Aktionen vor dem BVB-Tor, doch nur bei einem Pfostenschuss von Braner in der Schlussphase wankte der Borussen-Sieg etwas. Auch als Mangold, Schneider und Neumann in den restlichen Minuten letzte Kraftreserven mobilisierten, blieb es beim 1:0 für die Gäste, denn die FCK-Spitzen blieben einfach zu harmlos.