Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Eintracht Braunschweig - 1. FC Kaiserslautern

FCK-Kampf bis zum Umfallen wurde belohnt

Ein Formanstieg war bei dem FCK-Verbinder eindeutig auszumachen: Willy ReitgaßlEin Formanstieg war bei dem FCK-Verbinder eindeutig auszumachen: Willy Reitgaßl

Beide Teams hatten in den letzten Partien nur selten ihr besseres Gesicht gezeigt. Erwartet wurde ein Kampf um Biegen und Brechen, da die letzten notwendigen Punkte für den Klassenerhalt dringend her mussten. FCK-Halblinks Braner hatte in der fünften Minute die erste Tormöglichkeit, doch Jäcker drehte per Hechtsprung seinen Schuss gerade noch um den Pfosten. Bereits in dieser Phase stürmte die Eintracht vehement, wenn auch planlos und Strich hatte mehrere schöne Szenen, in denen er sich auszeichnen durfte. Beim Direktschuss von Bäse half ihm allerdings die Querlatte (21.). Nach einem Eckball Wrengers hatte die Eintracht-Deckung Probleme, den Ball zu entsorgen. Nach mehreren Schussversuchen kam Meier ans Gerät und die Pfälzer führten überraschend 1:0 (25.). Doch auch im weiteren Verlauf stellten die Gäste ihre Konterstärke unter Beweis. So verfehlte u.a. Braner mit seinem Gewaltschuss das Ziel nur knapp (30.). Braunschweig gelang es nur recht selten, den Lauterern wirkliche Probleme in der Abwehr zu bereiten, sah man von einer Szene vor der Pause ab, in der Kostrewa in letzter Not auf der Torlinie klären musste.

Dem Sturm der Gastgeber fehlte es durchweg an Kreativität und Durchschlagskraft. Wuttich und Hosung bildeten rechts ein verdammt harmloses Flügelgespann und Moll kam mit dem unbequemen Stopper Kostrewa überhaupt nicht klar. Nur Schmidt und Weschke am linken Flügel zeigten gute Form, doch ihre beiden Gegenspieler Schneider und Kiefaber auch. Resultat: Die Akteure neutralisierten sich auf dieser Seite. Torchancen gab es bestenfalls bei Kontern des FCK zu begutachten. Braner (61.) und Richter (65.) waren aber offensichtlich ohne Zielwasser angereist. Braunschweigs Abwehr hatte zudem ihre Probleme mit dem umtriebigen Braner, den Ünyazici selten stellen konnte und auch Kaack verlor manchen Zweikampf gegen den schnellen Richter. Bei Reitgaßl sah man einen leichten Formanstieg, während Wrenger und Meier über links blass blieben. Die Niedersachsen spielten indes ohne Ideen ihr harmloses Powerplay über die Zeit, während der FCK, speziell gegen Ende der Partie, mit allem was Beine hatte verteidigte und bis zum Umfallen kämpfte. Der Sieg war deshalb auch nicht unverdient.

Spielstatistik Eintracht Braunschweig - 1. FC Kaiserslautern

Eintracht Braunschweig

-

1. FC Kaiserslautern

0:1 (0:1)

Bundesliga 1963/1964, 27. Spieltag
11.04.1964, 17:00 Uhr
16.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Karl Niemeyer (Bad Godesberg)
Tore
0:1 Erich Meier 25. (Wrenger)