Innerhalb weniger Tage standen sich beide Teams erneut gegenüber (im DFB-Pokalspiel siegte Köln in der Verlängerung), was einen gewissen Substanzverlust bei etlichen Spielern offenbarte. Das Spiel ging deshalb zu Beginn auch nicht gerade ab wie die Feuerwehr, doch allein aufgrund ihrer ausgefeilteren Technik hatten die Kölner alsbald genügend Vorteile auf ihrer Seite. Hinzu kam, dass Nürnberg Billmann sogleich in die Weber-Bewachung zurückzog, Leupold ausputzen ließ und auch Heinrich Müller in eine defensive Verbinderrolle beorderte. Mit den verbliebenen drei Stürmern Strehl, Morlock und Albrecht allesamt nicht in Bestform - war für den Club an diesem Tag offensiv allerdings kein Staat zu machen. Glück hatten die Domstädter beim 1:0 durch Schäfer, denn der Weltmeister schoss seinen Treffer aus klarer Abseitsposition (18.). Den vorentscheidenden Doppelschlag perfekt machte Sturm, dem der Ball nach einem Pfostenschuss von Thielen vor die Füße sprang (22.). Die Gastgeber beherrschten ihren Gegner weiterhin recht sicher, mussten allerdings auch zwei Möglichkeiten durch Albrecht und Strehl zulassen (24. und 43.), wobei die Abwehr um Wilden & Co. etwas zu offen agierte.
Der Alleingang von Schäfer, nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff, mit dem krönenden Abschluss zum 3:0, ließ jedoch jeden Zweifel entschwinden, dass sich der Club hier noch einmal heranpirschen könnte. Die Partie wurde noch einseitiger, als sie sich schon im ersten Durchgang darstellte, doch Köln zeigte nicht immer den letzten Einsatz, auch wenn vor allem der linke Flügel mit Overath und Hornig eine zeitlang stark aufspielte und Ersatztorwart Strick verschiedene Bälle zu meistern hatte, wobei er teilweise schöne Paraden, aber auch einige Unsicherheiten zeigte. Als Strick ein Thielen-Geschoss ungenau abwehrte, nahm Weber den Ball in Ruhe an und verwandelte diese Möglichkeit zum 4:0 (82.). Der an diesem Tag reichlich eigensinnige Thielen kam in der Schlussminute auch noch zu seinem Treffer, als er aus einem unübersichtlichen Gedränge heraus Strick überraschte. Der Kölner Erfolg fiel etwas zu hoch aus, doch der Club hatte einfach zuwenig entgegenzusetzen, wirkte vor allem im zweiten Durchgang recht ausgepowert.