Selbst ein 7:2 war möglich
Sommerfußball der freundschaftlichen Art herrschte bei den Altmeistern vor, denn es ging allenenfalls noch um einen besseren Tabellenrang.
Nach bedächtiger Anfangsphase ohne spektakuläre Szenen hatten Uwe Seeler und Cyliax nach gut 25 Minuten die ersten Tormöglichkeiten. Dortmund war insgesamt bemühten und legte durch Rylewicz (31.) und Emmerich (38.) ein verdientes 2:0 vor. Bracht, Redder (erstmals Läufer), Rylewicz und Sturm hatten das Mittelfeld eindeutig beherrscht. Nur Uwe Seeler sorgte für den HSV vor der Pause ab und an für Gefahr.
Die Borussen steigerten das Tempo nach Wiederanpfiff noch einmal. Der Lohn folgte in der 55. Minute. Schnoor sah sich nach einem Fehler Bähres plötzlich drei freien Borussen gegenüber, von denen Brungs nur noch einzuschieben brauchte. Der unermüdliche Uwe Seeler erzielte jedoch umgehend - von Dehn eingesetzt - den 1:3-Anschluss. Dortmund wackelte nach dem Zwischenstand keineswegs. Redder trieb den Ball bis zum Strafraum unangegriffen nach vorne, passte auf den freien Emmerich, der sich den Ball vor dem 4:1 sogar in Ruhe zurechtlegen konnte (64.). Das 5:1 markierte der junge Redder selbst. Ein Zuspiel von Brungs nahm er 25 Meter vor dem HSV-Tor auf und traf aus dieser Distanz zum 5:1 (85.). Erneut griffen die Borussen im Gegenzug Uwe Seeler nur halbherzig an, der Tilkowski zum zweiten Mal das Nachsehen gab (86.). Eigentlich sollte Seeler wegen einer Verletzung gar nicht eingesetzt werden, doch gegen die Fahrlässigkeit seiner Abwehr konnte der Nationalmannschaftskapitän war auch er chancenlos. Selbst ein 7:2 war möglich.