Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Zuschauer: 35.000 · Schiedsrichter: Alfred Ott

» Hinspiel: Duisburg - Stuttgart 3:0

1:2
(1:2)
1:1 Lotz (27.)
1:2 Versteeg (44.)

Ohne Mittel gegen MSV-Riegel

Nach kurzer Verletzungspause stabilisierte er gemeinsam mit Sabath die MSV-Abwehr: Hartmut Heidemann
Den drögen Beginn des Spieles zweier Mannschaften aus dem oberen Tabellenbereich sollte man unter "übertriebener gegenseitiger Respekt" ablegen. Stuttgart tat sich vorne besonders schwer gegen Gutendorfs berühmt-berüchtigten "Riegel", der durch die wieder verfügbaren Verteidiger Heidemann und Sabath an Stabilität zurückgewann. Hinzu kam die Härte der "Rammböcke" Danzberg und Preuß, die dem VfB-Angriff früh zeigten, wie Zweikämpfe auch interpretiert werden konnten... Ein missglückter Pressschlag Danzbergs mit Wanner ließ den Stuttgarter in eine gute Schussposition gelangen, die er in der 17. Minute prompt zum 1:0 nutzte. Doch nicht dem Spiel der Schwaben tat dieser Treffer gut, sondern die Meidericher wurden frecher, druckvoller und - erfolgreicher: Danzbergs Heber vor das Tor von Sawitzki köpfte Lotz entschlossen zum Ausgleich ein (27.) und Versteeg traf mit einem 20-Meter-Schuss kurz vor dem Pausenpfiff. Beide Tore waren Resultate flexibler, präziser Gegenschläge. Stuttgart gelang in dieser Phase nur ein Hinterhaltsschuss von Seibold, der Manglitz aus der Hand sprang und gegen den Innenpfosten prallte – aber nicht ins Tor.

Doch den Stuttgartern, die den verletzten Sieloff (leichte Gehirnerschütterung) auf Rechtsaußen stellen mussten und Hoffmann auf den Stopperposten zurückzogen, fiel weiterhin wenig in der Offensive ein. Geiger hatte einige Kabinettstückchen technischer Art zu bieten, doch Torgefahr beschwor er damit weniger. Höller wurde auf Linksaußen meist vergessen, so dass sich vor allem der laufstarke Antreiber Entenmann mit Angriffsschwung hervortat. Doch die Mitspieler - auch Arnold und Wanner, die sich in Zweikämpfen gegen Danzberg und Preuß aufrieben - gingen zu selten auf seine Ideen ein. So griff der VfB zwar eifrig, aber zerfahren und konzeptlos an, so dass die Zuschauer früh das Gefühl hatten, dass dem VfB kein Tor mehr gelingen würde und deshalb frühzeitig in großer Zahl das Stadion verließen. Der kampfstarke MSV hatte sich im zweiten Durchgang nur noch auf die solide Abwehrarbeit konzentriert, erspielte keine Torchance mehr und spielte ebenfalls ohne jeglichen Unterhaltungswert - nur erfolgreicher als der VfB.
Spieltag

29. Spieltag

Samstag, 25.04.1964 Frankfurt3:1 Saarbrücken
Samstag, 25.04.1964 K'lautern3:3 1. FC Köln
Samstag, 25.04.1964 Nürnberg1:0 Braunschweig
Samstag, 25.04.1964 Schalke2:1 Karlsruhe
Samstag, 25.04.1964 Stuttgart1:2 Meiderich
Samstag, 25.04.1964 Hertha BSC3:1 TSV 1860
Samstag, 25.04.1964 Bremen4:2 Münster
Dienstag, 05.05.1964 Dortmund5:2 Hamburg

„Ich will keine Karotten, ich will Möhren.”

— Volker Abramczik