Während das Spiel der Berliner in der ersten Viertelstunde total hakte, kombinierten die Lauterer gefällig über die technisch starke Achse Neumann und Prins. Vier Mal zeichnete sich Torwart Tillich gegen die Pfälzer Stürmer aus, ehe Linksaußen Richter Zweikampfsieger im Laufduell über Rehhagel wurde und den Führungstreffer der Gäste markierte (13.). Hertha kam in der folgenden Viertelstunde zwar wesentlich besser zurecht, erspielte sich einige Vorteile, doch das eisenharte Einsteigen der Lauterer Abwehr, ein reaktionsschneller Schnarr und ein schier unüberwindlicher Stopper Pulter verhinderten in dieser Phase Berliner Tore. Sträflich allein gelassen glückte dem Holländer "Co" Prins mit einem beherzten Schuss vor der Pause sogar das 2:0 für die kampf- und spielstarken Gäste.
Hertha-Trainer Jupp Schneider stellte sein Team zur Pause entscheidend um: Groß in die Verteidigung; Altendorff in die Angriffsmitte; Rehhagel wurde Stopper; Eder übernahm Altendorffs Läuferposten; Rühl rückte auf Rechts- und Beyer auf Linksaußen. Anfangs änderte sich wenig im Berliner Spiel, denn noch war das Zuspiel zumeist ungenau. Doch die Gäste ließen im weiteren Verlauf konditionell stark nach und als Beyers Flanke von Rühl per Kopfball-Torpedo ins Lauterer Netz gewuchtet wurde (73.), begann der Schlussspurt der Herthaner. Die Pfälzer hatten kräftemäßig überzogen und mussten durch den ansonsten schwachen Feader nach einem Eckball und einer Eder-Weiterleitung in der 78. Minute den Ausgleich hinnehmen. Zuletzt war es wieder Schnarr, der die letzten Gelegenheiten mit herrlichen Paraden zunichte machte.