Unkontrollierte Saar-Offensive gegen norddeutschen Abwehrblock: Endstand 2:2. Reichlich Vorteile erspielten sich die bis dato sieglosen Saarbrücker in einer hochüberlegen geführten ersten Hälfte. Fleißig hatten sich vor allem Diehl und Rinas im Mittelfeld immer wieder Vorteile erspielt und die trickreichen Außen Vollmar und Schönwälder eingesetzt. Doch im Strafraum fehlte den Malstattern die Durchschlagskraft, weil Krafczyk und Meng zuwenig aus ihren Möglichkeiten machten, aber auch, weil sie entweder an den giftigen Innenverteidigern Kaack und Schmidt oder am bravourösen Keeper Jäcker scheiterten. Weil den Gastgebern also vor dem Eintracht-Tor die nötige Explosivität fehlte, kam, was kommen musste. Braunschweigs stärkster Angreifer Gerwien machte per Flugkopfball kurz vor dem Seitenwechsel das 0:1 (43.).
Zwei Schönwälder-Tore (47. und 56.) nach der Pause ließen die Waagschale für eine gewisse Zeit zugunsten des FCS kippen. Die Gastgeber waren furious aus den Kabinen gekommen und hatten den Druck auf die nun nicht mehr so sattelfeste Eintracht-Deckung massiv erhöht. Allerdings versäumten es die Saarländer, nachzulegen, denn Möglichkeiten gab es zuhauf, doch Jäcker schien wieder unüberwindlich und bügelte die Fehler seiner Vordermänner oft genug aus. Ein mehr als fragwürdiger Foulelfmeter nach hohem Bein von Diehl verhalf den nur selten zu Gegenzügen fähigen Braunschweigern zum glücklichen Ausgleich (Moll verwandelte sicher; 72.). Das 2:2 hielten die weiterhin unbesiegten Gäste gegen die verärgerten und geschockten Saarbrücker bis zum Abpfiff.