Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Karlsruher SC - Eintracht Frankfurt

Frankfurt nutzte Chancen konsequent

Schämer (2.v.l.) erzielte in dieser Szene das 1:0 per Flachschuss. Torwart Wolf kam zu spät. Im Hintergrund: Marx, Schämer, Rihm, Koßmann und Witlatschil (v.l.n.r.).Schämer (2.v.l.) erzielte in dieser Szene das 1:0 per Flachschuss. Torwart Wolf kam zu spät. Im Hintergrund: Marx, Schämer, Rihm, Koßmann und Witlatschil (v.l.n.r.).

Mit dem Erfolg beim Karlsruher SC blieb die Frankfurter Eintracht auch im 13. Spiel in Folge ohne Niederlage, erreichte aufgrund der schlechteren Torquote aber nicht die angestrebte Vize-Meisterschaft, die dem Meidericher SV überlassen werden musste. Der erste Durchgang bot spielerisch bessere Leistungen als Hälfte zwo, wobei die Gäste das technisch ausgeglichenere Team stellten. Vor allem Landerer als Organisator der Frankfurter Defensive und Huberts, Einfädler und Vollstrecker in einer Person, ragten heraus. Im Angriff überzeugte der linke Flügel mit Solz und Schämer, der Koßmann das Leben schwer machte, während Trimhold und Kraus auf der rechten Seite gegen Marx und Saida kaum zum Zuge kamen. Allerdings sorgte ein Fehler Saidas für den Frankfurter Führungstreffer, als er den Ball bei einer ungenauen Rückgabe zu Solz spielte, der Schämer sogleich einsetzte, dessen Flachschuss mit seinem "schwachen" rechten Fuß Wolf überraschte (39.).

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison hatten die Badener ihren stärksten Mannschaftsteil in der exquisiten Läuferreihe mit Rihm, Witlatschil und Marx. Während Youngster Zaczyk und Kentschke über links die Frankfurter Deckung ein ums andere Mal aufrissen, schafften es Metzger (Höfers Härte ließ ihn verzweifeln) und Mittelfeld-Pendler Kahn nicht, über rechts für Gefahr zu sorgen. Geisert fehlte nach langer Verletzungspause die Spielpraxis und konnte nicht seinen alten Leistungsstand abrufen. Somit war Frankfurt nach der Pause weiterhin spielbestimmend, ließ jedoch in der Folgezeit die Zügel schleifen und beschränkte sich im letzten Spieldrittel auf gelegentliche Konter, von denen Huberts einen zum zweiten Eintracht-Treffer nutzte (79.). In dieser Phase hatte der nun offensiv antreibende Witlatschil bereits für ein KSC-Übergewicht gesorgt, doch die Spitzen hatten alle Gelegenheiten zum Ausgleich ausgelassen. Das Kopfballtor von Kahn, vier Minuten vor dem Abpfiff, kam zu spät für eine Spielwende. Beide Teams hatten im Saisonverlauf schon wesentlich bessere Leistungen abgeliefert.

Spielstatistik Karlsruher SC - Eintracht Frankfurt

Karlsruher SC

-

Eintracht Frankfurt

1:2 (0:1)

Bundesliga 1963/1964, 30. Spieltag
09.05.1964, 17:00 Uhr
15.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Karl Niemeyer (Bad Godesberg)
Tore
0:1 Lothar Schämer 39. (Rechtsschuss, Solz)
0:2 Wilhelm Huberts 79.
1:2 Rolf Kahn 86. (Kopfball)