Bereits nach 90 Sekunden überrannte Kölns Linksaußen Hornig seinen noch indisponierten Gegenspieler Nowak und jagte das Leder aus vollem Lauf zum 1:0 für Spitzenreiter Köln ins Netz. Doch im Top-Spiel des Tages schlug Schalke bereits drei Minuten später zurück. Gerhardt, von Herrmann freigespielt, kurvte um Mittelläufer Wilden herum und zog trocken ab: Ausgleich. Ab der 11. Minute musste Köln auf seinen jungen Läufer Weber mehr oder weniger verzichten, der sich nach einem Zusammenprall mit Willi Schulz am Meniskus verletzte, bis zur Pause an der Außenlinie humpelte, dann aber in der Kabine blieb. Die mehr kämpferisch, als technisch hochklassige Partie lieferte in der 33. Minute ein gelungenes Dribbling von Libuda, der Regh stehen ließ und mit links abschloss. Mit Kapitän Kreuz mussten auch die Knappen einen angeschlagenen Spieler nach einem Viertel der Spielzeit durchschleppen, der allerdings bis zum Spielende durchhielt.
Die dezimierten Kölner hatten vor dem Seitenwechsel noch zwei gute Einschussmöglichkeiten durch Mittelstürmer Müller (33. und 40.), wobei sich Keeper Mühlmann zweimal auszeichnete. Auch im Verlauf des zweiten Durchgangs hatten die Gastgeber die besseren Tormöglichkeiten. Von Schäfer und Sturm angetrieben - Overath wurde an diesem Tag von Willi Schulz meist zugedeckt - scheiterten erneut Müller (64.) und Hornig (66., wieder parierte Mühlmann glänzend). Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Benthaus netzte Hansi Sturm jedoch zum längst verdienten Ausgleich ein (68.). Kurz davor hatte Torwart Ewert die Vorentscheidung durch Berz zunichte gemacht - Schalkes beste Chance nach der Pause. Vor allem im zweiten Durchgang hatten die Gelsenkirchner ihre personelle Überlegenheit kaum ausgeschöpft.