Erst im Nachfassen erwischte Wessel in der ersten Spielminute einen Rummel-Schuss. Damit war es auch für längere Zeit mit den Höhepunkten passé. Münster rannte vergeblich gegen die tiefstehenden Borussen an, die vor allem die gefährlichen Außen Kiß und Lulka eng markierten. Auch der agile Rummel, der gegen die BVB-Abwehrübermacht meist allein auf weiter Flur stand - Schmidt half oft hinten aus - vermochte sich nicht entscheidend durchzusetzten. Im Mittelfeld neutralisierten sich die Teams weitestgehend, so dass nur noch ein Emmerich-Versuch (31.) Gefahr brachte. Das 1:0 durch einen Pohlschmidt-Kopfball, drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff, fiel recht überraschend.
Anders gestaltete sich der zweite Durchgang. Rummel wuchtete das Leder gegen den Pfosten (49.) und im Gegenzug traf auch Konietzka nur das Gestänge (50.). Mit dem Tausch von Brungs und Wosab, also zwischen Rechtsaußen und Mittelstürmer, lief das Offensivspiel des BVB wesentlich flüssiger. Schmidt und Konietzka, vor der Pause sehr defensiv eingestellt, machten nun Dampf und setzten ihre Spitzen immer wieder gut in Szene. Eine Schmidt-Flanke, die Brungs mit einem verzögerten Kopfball vollendete, bedeutete die Wende (65.). Münster gelang im Angriff noch weniger als vor dem Seitenwechsel, während Dortmund immer sicherer kombinierte. Das 2:1 für die Gäste fiel zwar erst in der 82. Minute, war zu diesem Zeitpunkt aber längst überfällig. Brungs hatte den völlig freien Emmerich auf der Fünfmeterlinie bedient, dessen Kopfball zum 2:1-Endergebnis für die Borussen einschlug. Pohlschmidts Lattenknaller (84.) überstanden die Gäste noch, dann hatten sie die Punkte im Sack.