Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Zuschauer: 25.000 · Schiedsrichter: Kurt Handwerker

» Rückspiel: Saarbrücken - Duisburg 0:2

3:1
(1:1)
0:1 Heidemann (21., Eigentor)

Nach dem Seitenwechsel brach Saarbrücken ein

Verhinderte eine höhere Niederlage der Saarländer: Dieter Haßdenteufel
Nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit war Saarbrücken im ersten Durchgang das dominierende Team. Auch in Meiderich verstand es das Schlusslicht, dem Gegner in der Anfangsphase richtig einzuheizen. Hinten stand mit Steinmann ein starker Abwehrorganisator. Im Mittelfeld trieben Reuther und Rinas an und vorne war Schönwälder nur schwer zu fassen. Das 1:0 für die Gäste fiel indes recht glücklich. Heidemann wuchtete das Leder bei einer Rettungsaktion gegen Maas ins eigene Tornetz (21.). Reuther vergab im Anschluss zwei gute Chancen zum zweiten FCS-Treffer. Danzberg-Ersatz Walenciak erwies sich zudem beim MSV auf dem Stopperposten als Fehlbesetzung, so dass Gutendorf Mitte der ersten Hälfte Preuß auf dessen Position stellte und Lotz zurückzog. Als Verbinder agierte Walenciak danach auch wesentlich effektiver. Ein Ballverlust von Rinas im Mittelfeld leitete den Ausgleich ein. Nolden passte auf Rahn, der Krämer freispielte, dessen Schrägschuss hinter Haßdenteufel einschlug (33.). Noch vor der Pause hatte sich das MSV-Spiel wieder stabilisiert.

Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff war es erneut der nun auftrumpfende Spielmacher Krämer, der die Führung der Gastgeber markierte. Sein 20-Meter-Scharfschuss hatte zwar eine Menge Effet, doch Haßdenteufel hätte das Ding eigentlich halten müssen. Das Meidericher Spiel lief nun flüssig, weil vor allem Krämer und Weltmeister Rahn aufblühten und die linke FCS-Abwehrseite nach Belieben aufrissen. Mehrfach machte Haßdenteufel seinen Fehler vom zweiten MSV-Tor wieder gut, während seine Mitspieler konditionell stark abbauten und im zweiten Durchgang keinen gefährlichen Angriff mehr auf die Reihe bekamen. Trotz vieler Tormöglichkeiten trafen die Gastgeber nur noch einmal ins Schwarze. Krämer hatte sich am rechten Flügel durchgefummelt, geflankt und Versteeg erreicht, der per Direktabnahme den schönsten Treffer des Tages erzielte (72.). Saarbrücken war nur noch zur Schadensbegrenzung fähig.
Spieltag

8. Spieltag

Samstag, 19.10.1963 Braunschweig1:1 Bremen
Samstag, 19.10.1963 Meiderich3:1 Saarbrücken
Samstag, 19.10.1963 Hamburg5:0 TSV 1860
Samstag, 19.10.1963 K'lautern1:0 Karlsruhe
Samstag, 19.10.1963 1. FC Köln3:0 Münster
Samstag, 19.10.1963 Nürnberg0:2 Schalke
Samstag, 19.10.1963 Stuttgart0:0 Frankfurt
Samstag, 19.10.1963 Dortmund7:2 Hertha BSC

„Es ist eins der schönsten Tore aller Zeiten, aber mich wundert, daß es viele für eins der schönsten dieser Saison halten.”

— Andy Gray