Frisch aus dem Trainingslager zurückgekehrt, drehte Saarbrücken bereits in den ersten Minuten auf, leistete sich aber auch erste Unsicherheiten in der Abwehr (Klein). Als Klaußner Krafczyk nach 16 Minuten im Strafraum legte, schritt der Gefoulte zum ominösen Punkt. Sein als Roller endender Elfer stellte Torwart Paul jedoch vor kein Problem. Karlsruhe wusste sich kaum zu befreien, doch die Malstatter stürmten umständlich und durchsichtig. Zudem standen mit Stopper Witlatschil und Marx zwei umsichtige Strategen in der KSC-Abwehrzentrale, während Keeper Paul alles, was auf sein Tor kam, sicher abwehrte. Ein Trommelfeuer in der 31. Minute - Maas, Vollmar und Krafczyk waren beteiligt - wurde zudem von Witlatschil & Co. vielbeinig auf und vor der Torlinie abgeblockt. Plötzlich ein Konter der Badener, die eine missglückte Abseitsfalle der Saarländer schamlos nutzten und in Geisert den kaltblütigen Vollstrecker besaßen (42.).
Dass die Saarbrücker Raumdeckung ihre Schwächen hatte, zeigte sich nahezu bei jedem KSC-Gegenzug. Was nützten da die optischen Feldvorteile, wenn die Abwehrspieler (Ausnahme: Steinmann) fahrlässig abdeckten und ihrem unterbeschäftigten Torwart Haßdenteufel unlösbare Aufgaben überließen. Als der überzeugende Stark nach einem schnell ausgeführten Einwurf nur noch Rinas vor sich hatte, diesen umkurvte und platziert einschoss, war die Quittung für dieses Abwehrgebaren auch zählbar umgesetzt (51.). Da mochte der Tabellenletzte noch so viele Eckbälle herausholen und Schönwälder auch den Anschluss auf dem Fuß haben (75.), dem FCS-Spiel fehlte die Durchschlagskraft. Verbinder Stark machte in der Schlussphase mit einem erneuten Kontertor das 3:0 der Gäste perfekt (86.). Das umgehende Stolpertor von Krafczyk zum Ehrentreffer war somit ohne Belang (86.). Saarbrücken fehlte einfach ein "Kopf", dessen Ideen die keineswegs immer sattelfeste Abwehr der Sommerlatt-Schützlinge hätte gefährden können.