Beide Teams hatten in dieser Saison noch keine Bäume ausgerissen. Auch im direkten Duell konnten die hohen Ansprüche nicht erfüllt werden.
Nur kein Tor kassieren! In der ersten Hälfte der Partie gingen die Kontra-henten kaum ein Risiko ein. Speziell von den Löwen hatte man mehr Angriffslust erwartet, denn das Team hatte oft genug bewiesen, dass ihr Offensivfußball Berge versetzen kann. Doch Brunnenmeier entzog sich der Bewachung Sieloffs, indem er sich regelmäßig ins Mittelfeld zurückfallen ließ. Damit fehlte ein wichtiger Bezugspunkt in der Spitze, der für die Antreiber Zeiser, Luttrop und Grosser wichtig gewesen wäre. Kohlars war jedenfalls nicht die Alternative. Sein Trainingsrückstand war noch zu groß. Einzig Heiß strömte ab und an Gefahr aus.
Somit sahen die Zuschauer vor der Pause ein nettes Mittelfeldspielchen ohne nachwirkende Ereignisse vor den Toren.
Nach der Pause legten die Löwen etwas zu. Mit einem Kopfball scheiterte Kohlars noch an Sawitzki, doch nur wenig später vollendete der Student eine präzise Zeiser-Vorlage (50.). Nachfolgend fielen jedoch nur noch die gefährlichen Distanzschüsse von Luttrop auf, bei denen sich Sawitzki mehrfach auszeichnete. Stuttgart enttäuschte vor allem im Sturm. Waldner war nach langer Spielpause ein Totalausfall; Geiger unbeweglich und langsam; Huttary sowie Arnold zweikampfschwach und Höller wurde vernachlässigt oder war zu hektisch. So schalteten die Sechziger bald auf die Verwaltung des kleinen Vor-sprungs, nahmen das Tempo wieder heraus und schaukelten das 1:0 über die Zeit. Aufregung gab es noch nach einem Zusammenprall zwischen Radenkovic und Geiger (84.), der böse aussah, aber glücklicherweise ohne Auswirkung blieb.