Während die Eintracht wie zuletzt gewohnt auf eigenem Terrain lange Zeit nervös spielte, agierten die Nürnberger viel zu bedächtig.
Allein die Abstöße von Eintracht-Schlussmann zu Beginn der Partie landeten überall, nur nicht bei den eigenen Mitspielern. Doch auch Stopper Lutz verkroch sich geradezu vor Respekt gegenüber dem Nürnberger Aktivposten Strehl. Der Club nutzte die Eintracht-Schwächen jedoch nicht konsequent. Da mochte Heiner Müller noch so gut Regie führen, Allemann und Greif an den Außenlinien für Furore sorgen und Strehl in der Mitte die Unruhe schüren. Es reichte nur zu einem Treffer. Das Zusammenspiel zwischen Greif und Strehl vor dem 1:0 (22.) war allerdings sehenswert. Für die Hessen langte es vor dem Wechsel gerade einmal zu einer Chance für Kraus (40.).
Weil sich allerdings die Eintracht-Defensive immer besser auf die Club-Stürmer einstellte und die Läufer Lindner und Schämer wirkungsvoller antrieben, kam Frankfurt in Hälfte zwei besser zurecht. Gerade hatte die Eintracht eine Wild-Chance zum 2:0 “überlebt” (55.), da gelang den Außen Kraus und Stein ein feines Zusammenspiel, die der Rechtsaußen erfolgreich abschloss (57.). Die Vorteile lagen auch danach auf Seiten der Gastgeber, doch Solz scheiterte am sicheren Wabra (72.) und Huberts zog etwas später nur knapp am Club-Gehäuse vorbei (79.). Die letzte Möglichkeit hatten wieder die Clubberer, als Strehl nach einem gelungenen Solo für Heiner Müller auflegte, der in der 84. Minute an den Pfosten traf. Bei Frankfurt ragte der sich stetig steigernde Blusch neben Schämer und Kraus heraus, während sich beim Club neben Heiner Müller und Strehl besonders Wenauer als Abwehrchef profilierte.