Selten hatte auf dem Betzenberg ein Team so dominiert, wie das der Kölner in der ersten Hälfte. Doch die Pfälzer verfügten über große Kraftreserven.
Überaus selbstsicher bestimmten die Kölner von Beginn an die Partie. Ihre Schaltzentrale Schäfer bestimmte Tempo und Rhythmus nach Belieben, die Stürmer betrieben verwirrende Positionswechsel und im Aufbau sorgten Weber und Sturm für den notwendigen Nachschub. Da sich auch die Abwehrreihe Pott-Wilden-Regh keine Blöße gab und Ewert mit jeder Aktion mehr Sicherheit ausstrahlte, waren sich die Beobachter einig, dass sich die Domstädter im ersten Durchgang auf einem Höhepunkt ihrer Spielkunst befanden. Wie nach Plan fiel das erste Tor nach einer wie an der Schnur gezogenen Kombination über Schäfer, Overath, Müllers Flanke und Hornigs unhaltbarem Kopfball (20.). Ähnlich gekonnt war das Vorspiel zu Thielens 2:0 (27.). Kaiserslautern hatte dem vor der Pause wenig entgegenzusetzen, deutete erst in der 33. Minute durch einen strammen Braner-Schuss an, nicht völlig unterzugehen.
Nach der Pause geriet das Kölner Spiel jedoch immer mehr ins Fahr-wasser unergiebiger Tändeleien. Nun schwangen sich die Pfälzer unter der Führung von Neu-mann und Wrenger kampfstark und zielstrebig auf. Potts Handspiel und Neumanns folgender Elfer brachten die Lauterer heran (58.). Die Stürmer blühten plötzlich auf und Kapitulskis Pässe rissen die Lücken. Als Mangold über rechts vorstieß und exzellent flankte, war Leydecker mit dem Kopf zur Stelle (76.). Köln wackelte bedenklich, hatte aber auch Pech, dass Müller Minuten vor Schluss bei einem Konter versagte. Das Remis hatten sich die Pfälzer indes längst verdient.