Während die Löwen ab der 20. Minute den angeschlagenen Patzke durchschleppten, hatten die Kölner den Europacup-Auftritt in Athen in den Knochen.
Zu Beginn der Partie wirkten die Kölner verständlicherweise noch fit und machten der Löwenabwehr auch rechtschaffen die Hölle heiß. Holztreffer von Rumor und Hornig (Freistoß) unterstrichen ihre Ambitionen, einen frühen Vorsprung herauszuspielen. Vorrangig die Achse Weber-Sturm-Schäfer-Hornig leistete die Arbeit. Nachdem Patzke verletzungsbedingt mit Steiner die Plätze tauschen musste, legten die Domstädter noch einen Zahn zu und kamen durch eine feine Einzelleistung Hornigs und dessen Sonntagsschuss zum 1:0 (25.). Auch danach lief das Leder elegant durch die Kölner Reihen. Grosser und Luttrop mussten hinten aushelfen, um Schlimmeres zu verhüten, doch Radenkovic hielt erneut großartig, Steiner traf auf einen Totalausfall Löhr und Müller hatte in Reich einen unerbittlichen, überlegenen Gegner.
Dass die Gastgeber aber schon bald nach dem Wiederanpfiff regelrecht einbrechen würden, war in dieser Form nicht zu erwarten. Bena hatte Schäfer mit seinen mehr oder weniger fairen Tack-lings längst aus dem Spiel genommen; Luttrop dirigierte meisterhaft und vorne entzogen sich Heiß und Brunnenmeier Pott und Wilden immer öfter. Schumacher wurde mehrmals geprüft, doch als er an einer Flanke Luttrops vorbeifaustete, nutzte Brunnenmeier den Fauxpas umgehend aus (57.). Die Löwen standen gegen die matten Kölner bis zum Abpfiff dichter vor dem 2:1 als ihre vom Substanzverlust geplagten Gegner. Die Chancen für Brunnenmeier, Grosser und Heiß verfehlten ihr Ziel jedoch. Am Ende war der FC über den Punkt heilfroh.