Zur Halbzeit sah es so aus, als würden die Pfälzer sang und klanglos untergehen. Doch Kaiserslautern rappelte sich noch einmal auf.
Ohne ihren in dieser Saison bislang so überragenden Läufer Neumann angetreten, hatten die Lauterer trotzdem den besseren Start. Zuerst musste sich Fahrian-Ersatz Krumnow im BSC-Tor nach einem Kopfball Braners strecken (7.) und hatte zehn Minuten später Glück, dass Reitgaßl knapp vorbei schoss. Im Gegenzug Schimmöller und Kremer jedoch das 1:0 für die Gastgeber durch Altendorff ein, der von einem Schneider-Fehler profitierte (17.). Als dann Kapitulski ebenfalls an Krumnow scheiterte, aber Mangold ein messerscharfes Borchert-Geschoss ins eigene Netz lenkte (38.), kam Hertha richtig in Fahrt. Nach einem Einwurf Kremers gelang dem aufgerückten Verteidiger Rehhagel das 3:0 (40.) und per Foulelfmeter kurz vor dem Halbzeitpfiff sogar das 4:0 (45.).
Gellende Pfiffe musste sich Hertha-Coach Schneider nach dem Wechsel gefallen lassen, als der FCK schwungvoll startete und mit einem Doppelschlag durch Leydecker (51.) und Kapitulski (54.) auf 2:4 herankam. Die Zuschauer dachten, der Trainer hätte für die Hälfte die ungeliebte Defensivtaktik ausgegeben. Schneider dementierte die mutmaßliche Halbzeitdirektive nach dem Spiel vehement. Mit dem 5:2 durch einen Kopfballhecht von Krampitz, bei dem FCK-Keeper Strich wenig Strafraumbeherrschung zeigte (68.), beruhigte die Gemüter wieder. Das Spiel machten jedoch weiter die Pfälzer (herausragend: Wrenger) und hatten durch Leydecker und Reitgaßl gute Chancen. Doch erst in der Schlussminute gelang durch Kapitulskis Elfer das 3:5. Herthas Vorsprung war einfach zu groß.