Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hamburger SV - Borussia Dortmund

Erste Heimschlappe des HSV

Bot als zurückhängender Verbinder eine gute Partie: Rudi AssauerBot als zurückhängender Verbinder eine gute Partie: Rudi Assauer

Da ließ HSV-Coach Gawliczek erstmals bedingungslos stürmen (17:1 Ecken), statt die vorsichtigere Alternative beizubehalten, schon war die erste Heimniederlage besiegelt.
Eigentlich war sich ja überfällig, die erste Heimniederlage des HSV. Dass jedoch gerade die zuletzt überaus wankelmütigen Dortmunder ein nahezu perfektes Konterspiel in Hamburg präsentieren würden, war im Vorfeld nicht zwingend vorauszusagen. Die Hanseaten waren von Anbeginn in der Vorwärtsbewegung, doch weder Uwe Seeler, noch Charly Dörfel oder Wulf konnten sich gegen die klug gestaffelte BVB-Deckung durchsetzen. Einzig Peltonen setzte am rechten Flügel brenzlige Akzente. Präzise dagegen die Ausbeute der Borussen. Assauer, diesmal erfolgreich als zurückhängender Verbinder, nahm einen Fehlpass von Wulf auf und schoss ins kurze Eck (24.). Schnoor erwischte den Ball erst hinter der Torlinie. Der HSV stürmte mächtig, aber unwirsch. Als ein BVB-Freistoß Konietzka erreichte, klingelte es erneut im Hamburger Kasten (37.). Pech für den HSV zudem, als Tilkowskis Foul an Seeler ungeahndet blieb und Wulf kurz vor dem 0:2 nur an die Latte köpfte.
Das Spiel der Gastgeber blieb auch nach dem Wechsel nur Stückwerk. Konietzkas 3:0 (54.) ließ das Team jedoch nicht resignieren. Der Anschlusstreffer Dehns (60.) bewirkte immerhin viele Ecken, viele tolle Tilkowski-Aktionen, aber auch viel HSV-Leerlauf. Selbst die Unsicherheiten des staksigen, allerdings auch kopfballstarken Paul halfen den Hanseaten nicht weiter, denn dessen Nebenleute halfen aus. Nach dem 4:1 durch Schmidt (75.) hatte Konietzka sogar das 5:1 auf dem Fuß, doch das Resultat war bereits heftig genug.

Spielstatistik Hamburger SV - Borussia Dortmund

Hamburger SV

-

Borussia Dortmund

1:4 (0:2)

Bundesliga 1964/1965, 12. Spieltag
21.11.1964, 14:30 Uhr
45.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Rudolf Kreitlein (Stuttgart)