Der Platz war zwar vom Schnee geräumt, doch tief und glatt. Zudem versteckten sich die Saarländer anfangs kaum und waren lange Zeit ebenbürtig.
Allein Rechtsaußen May hielt die BVB-Abwehr, speziell den aufstrebenden Verteidiger Redder, im ersten Durchgang mächtig in Bewegung. Bei einem Pidancet-Kopfball in der 16. Minute war Redder allerdings Retter auf der Torlinie. Tilkowski-Ersatz Wessel hatte zudem Probleme in der Strafraumbeherrschung und sah bei einigen May-Ecken nicht gut aus. Doch die Hausherren entwickelten langsam ihr Spiel und brachten nach einer halben Stunde den Ball erstmals im Neunkircher Netz unter. Schmidt und Brungs waren am guten Kirsch gescheitert und Konietzka hatte im dritten Versuch getroffen (29.). Die Gegenzüge der Gäste wurden zudem immer seltener, da May kaum Unterstützung bekam, denn Pidancet hatte außer seinem Kopfball keine große Szene mehr; für Schwergewicht Heiden war der tiefe Boden Gift und Berg wurde links kaum eingesetzt, denn Harig spielte praktisch in der Abwehr.
Drei Minuten nach der Pause das 2:0 durch Schmidt aus abseitsverdächtiger Position. Nach einem verpatzten Abschlag Wessels glückte Berg jedoch kurz darauf das 1:2 (55.). Dortmund versuchte es in der Folgezeit öfter mit Steilpässen, doch erst als Willi Sturm nach ein 50-Meter-Lauf aufs Tor schoss und Wosab den Abpraller zum 3:1 versenkte, hatte es der BVB gepackt (73.). Wosab (84.) und Konietzka (86.) vollendeten die Kür der Gastgeber, die in der Schlussphase endlich groß aufspielten und die Ansprüche ihrer auch diesmal nur 18.000 Fans endlich einmal befriedigten.