Es gab bereits genügend Gästeteams, die sich in Frankfurt hinter Riegeln oder anderen Verteidigungswällen versteckten. Die Münchener Löwen gehörten nicht dazu.
1860 begann in der Abwehr recht überheblich. Raumdeckung und Abseitsfalle sollten die wenig probaten Mittel sein, den Frankfurter Angriffen den Garaus zu machen. Das Gegenteil trat ein, denn die Löwen-Taktik kam dem eleganten, technisch feinen Spiel der Eintracht mehr als entgegen. Nach sieben Spielminuten war die Münchener Abwehr erstmals geknackt. Solz hatte von rechts geflankt und Huberts Radenkovic per Kopfstoß erstmals überwunden. Das 2:0 war eine Einzelleistung von Solz, der Patzke schwindelig spielte und “Radi” mit seinem “schwachen” rechten Fuß düpierte (23.). 1860 bot nur Weitschüsse von Luttrop der bekannten Art, die Loy vor manche Probe stellten. Ansonsten hatten die Frankfurter noch drei Abseitstreffer zu bieten.
Frankfurts Achse Lindner-Stinka-Lech-ner-Huberts war dem Mittelfeld der Gäste deutlich überlegen. Küppers suchte noch nach seiner Form; Luttrops Schüsse fehlten nach der Pause (seine Fehlpässe nicht) und Bena trat hinter Huberts her, bis es Schiri Jakobi zu bunt wurde und er den Jugoslawen hinauswarf (67.). Zuvor hatte bereits Lechner, der unauffällige Lenker, Radenkovic beim 3:0 cool verladen (56.). Das 4:0 staubte Trimhold ab, als Radenkovic bei einem seiner Ausflüge den Ball an Huberts verloren hatte (73.). Die Schlussphase gehörte zwar den Gästen und Grosser, ihr Bester, erzielte noch das 1:4 (85.), doch drei Brunnenmeier-Schüsse wurden abgeblockt oder eine Beute Loys. Zumindest hatten die Löwen “mitgespielt” - zum eigenen Leidwesen.