Der tiefe, aufgeweichte Boden bereitete besonders den kräftigeren Abwehrrecken Schwierigkeiten. Somit sahen die Fans zwar neun Tore, aber kein gutes Spiel.
Nach einer knappen Viertelstunde stand es bereits 3:1 für die Borussen. Altendorff hatte zwar für die taktisch desolaten Herthaner vorgelegt, doch der Vor-sprung hielt nur eine Spielminute, denn der an fünf Toren beteiligte Emmerich hechtete in eine Brungs-Flanke (8.) und verwandelte ein Top-Zuspiel Konietzkas zum 2:1 (13.). Zudem bekam Ersatztormann Tillich einen Emmerich-Freistoß nicht zu fassen und Brungs drückte die Kugel zum 3:1 über die Linie (14.). Bei den Hausherren wirbelte vor allem Konietzka trotz der Bewachung vom zurückgezogenen Rühl wie in besten Tagen. Der Nationalspieler war der einzige wirklich überragende Mann auf dem Platz, obwohl auch Emmerich aufsteigende Form zeigte, aber auch einige zusätzliche Großchancen vergab und Sturm im Mittelfeld gute Arbeit verrichtete. Bei den Berlinern bewiesen bestenfalls Klimaschefski, Eder und Rühl Bundesligareife - der Rest fiel klar ab. Das 4:1 zur Pause durch Konietzka nach Vorarbeit von Wosab und Emmerich (41.) spiegelte den Unterschied deutlich wider.
Doch auch die BVB-Abwehr hatte arge Probleme. Für Paul war der Boden Gift und bei Kurrat summierten sich die Fehlpässe. Konietzka schraubte das Ergebnis zwar auf 5:1 hoch (61.), doch die Herthaner hatten noch die Kraft zu zwei erfolgreichen Gegenschlägen, die Schulz per Kopfball (64.) und Klimaschefski nach feinem Solo (65.) vollendeten. Nach einem Pfostenschuss Emmerichs staubte Ko-nietzka noch einmal ab (71.), doch Cyliax schoss einen 11er nur an den Pfosten (87.). Dazwischen: viel Leerlauf.