Viel hatten die Karlsruher an diesem Tag nicht zu bieten. Somit geriet der Bremer Erfolg nie in Gefahr, hätte allerdings weitaus höher ausfallen müssen.
Erneut auf mehreren Positionen verändert, fanden die Badener in keiner Phase der Partie zu ihrer Linie. Als nach der Pause Marx wegen Muskelfasrriss ganz ausfiel, Jendrosch und Kentschke mehr oder weniger gehandicapt durch die restliche Spielzeit humpelten, war Bremen längst auf der Siegerstraße. So hatten die Gastgeber im ersten Durchgang nicht eine Torchance, während der wiedergenesene Mati-schak die Latte und Hans Schulz in der 30. Minute nach einem Abwehrpat-zer Zaczyks zum 1:0 für die Gäste ins Netz traf. Eine ganze Reihe weiterer guter Einschusschancen vergaben die Bremer jedoch. Zudem befand sich KSC-Schlussmann Wolf erneut in vorzüglicher Form.
Die deutliche Überlegenheit Werders setzte sich auch nach dem Wechsel ohne Einschränkungen fort. Zwar ließ Matischak konditionell nach, doch Zebrowski wirbelte weiter am rechten Flügel und die Achse Steinmann-Lorenz-Fern-Schütz beherrschte im Mittelfeld Ball und Gegner. Einzig Geisert hielt kämpferisch herausragend auf KSC-Seite dagegen. Als Totalausfall erwies sich der erstmals in dieser Saison eingesetzte Kahn, der zu allem Unglück auch noch per Eigentor für den zweiten Treffer der Bremer sorgte, als er einen Schuss unglücklich ablenkte (84.). Zuvor hatte der nicht sonderlich sichere Schiedsrich-ter Tremel ein Abseitstor Zebrowskis annuliert und ein klares Foul von Kentschke an Schütz nicht mit einem Elfmeter geahndet. Bis auf die Torausbeute spielte Werder meisterlich.