Im Aufeinandertreffen der beiden letzten DFB-Pokal-Finalisten glückte der Frankfurter Eintracht nach zwei grundverschiedenen Halbzeiten die Revanche für die Endspiel-Niederlage.
Unter den Augen des neuen Bundestrainers Helmut Schön bestimmten die Münchener Löwen den ersten Durchgang. Vor dem Tor des ausgezeichneten Eintracht-Schlussmanns Loy fehlte den Löwen jedoch in mehreren Situationen die nötige Cleverness. Ohne den im Studium unabkömmlichen Kohlars hatten die Gastgeber genügend Möglichkeiten, vor der Pause den Sack bereits zuzumachen. Doch es war mehr Unvermögen als Pech, das dieses Unterfangen zunichte machte. So enttäuschten gerade die unter Schöns Beobachtung stehenden Nationalspieler Heiß, Küppers und Brunnenmeier (scheiterte in der 17. Minute frei vor Loy) im Abschluss. Berti Kraus visierte zudem den Pfosten an, ebenso wie Trimhold auf der Gegenseite. Ansonsten machten die Löwen, bei denen Grosser seine Stürmer immer wieder vergeblich in Szene setzte, vor dem Eintracht-Tor einen kläglichen Eindruck.
Als Luttrop nach einem Pressschlag nach der Pause kurzfristig ausfiel, schlugen die Gäste zu. Radenkovic ließ einen Schämer-Knaller abprallen und Stinka staubte ab (50.). Dann löste ein Gewitter die Hitze ab, womit die geschickt konternden Hessen wesentlich besser umgingen. Sie hielten den Ball auf dem nun glitschigen Geläuf flach und kombinierten geschickter als die 60er, die vergeblich mit hohen Bällen arbeiteten. Doch Landerer, Höfer und weiterhin Loy standen sicher und verhinderten den Ausgleich der blind anrennenden Gastgeber.