Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - Hamburger SV

Aufregende Nullnummer

Bot sein bis dahin wohl bestes BL-Spiel: Horst SchnoorBot sein bis dahin wohl bestes BL-Spiel: Horst Schnoor

85.589 Zuschauer wurden offiziell gezählt - Bundesligarekord. Sie sahen zwar keine Tore, aber eine bis zur letzten Minute spannende Auseinandersetzung.
Da Uwe Seeler krankheitsbedingt weiterhin fehlte, übernahm Wulf dessen kaum zu ersetzenden Part. Giesemann stand dagegen von Beginn an für Stapelfeldt als Abwehrchef im Team und überzeugte vollends. Übertroffen wurde der Stopper nur noch von Schlussmann Schnoor, dem nach dem Spiel eine Weltklasseleistung attestiert wurde. Doch auch bei den Berlinern boten zwei Akteure herausragende Leistungen: Torwart Fahrian und Läufer Klimaschefski. Beide Teams waren zudem offensiv eingestellt und kämpften um jeden Meter Boden. Ein Manko stach jedoch auf beiden Seiten hervor: Die Abschlussschwäche.
Gert Dörfel hatte nach drei Minuten die erste Chance - knapp vorbei; Klimaschefski (11.), Altendorff (15.), Krug (27.) und Dehn (28.) weitere klare Möglichkeiten. Im zweiten Durchgang gab es nur noch einen dieser “Hundertprozenter”: Faeder scheiterte in der 77. Minute mit seinem Kopfball am großartig reagierenden Schnoor. Ansonsten: Interessante Zweikämpfe (z.B. Dörfel gegen Rehhagel; später gegen Schimmöller); aber auch enttäuschende Stürmer (Altendorff, Kremer, Wulf und Dehn), die sich vor den Toren im Zaudern, Zögern und Verpassen überboten. Ein Tor schien in dieser Partie jedoch über die gesamten 90 Minuten in der Luft zu liegen und hielt die Zuschauer in Atem, denn Tempo und Einsatz ließen kaum nach. Einvernehmlicher Tenor im Nachhinein: Mit Uwe Seeler wäre es nicht bei der Nullnummer geblieben.

Spielstatistik Hertha BSC - Hamburger SV

Hertha BSC

-

Hamburger SV

0:0 (0:0)

Bundesliga 1964/1965, 2. Spieltag
29.08.1964, 16:00 Uhr
Olympiastadion (Berlin), 85.600 Zuschauer
Schiedsrichter: Alois Wieser (Köln)
Tore
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