Neben den zwei guten Torhütern und den beiden herausragenden Stoppern bremste vor allem der tiefe Schneeboden die Angriffe beider Teams.
Aber es war nicht so, dass sich die Kontrahenten nicht eine Reihe an zupackenden Torchancen erspielte. Waldner, der ähnlich wie Schwergewicht Geiger mit dem Untergrund haderte, schoss in der 11. Minute knapp am Berliner Kasten vorbei. Die Vorteile lagen im ersten Spielabschnitt jedoch bei den etwas aktiveren Berlinern. Trainer Schneider hatte einige Umstel-lungen vorgenommen. Rühl lief mit der Nummer sechs als linker Läufer auf und erwies sich in der Abwehrarbeit und als antreibender Volltreffer. Dafür wurde Sundermann seinem Können als Verbinder nicht gerecht. Überhaupt lag der Hertha-Angriff bei Sieloff & Co. meist an der Kette. Dennoch kamen Kremer, Altendorff und Krampitz zu Einschuss-möglichkeiten, doch Sawitzki war jeweils auf dem Posten. Die größte Chance verhaspelte allerdings Eisele, der fünf Meter vor dem leeren Tor versagte.
Selbst als Klimaschefski eine Rückgabe missglückte, die im Schnee stecken blieb, gelang es Waldner nicht, den Ball im Ber-liner Tor unterzubringen. Emsiges Bemühen war keinem der Teams abzusprechen, doch es fehlte den Stürmern im rechten Moment an der Bodenhaftung, oder die Verteidiger rauschten umgehend dazwischen. Dennoch: Geiger in der 75. Minute (Eder fälschte zur Ecke ab) sowie Rühl, Krampitz und Schulz in der Schlussphase waren nicht weit vom Siegtreffer entfernt. Zum Abschluss der Nullnummer durfte Eisele noch einmal frei abschließen, doch er verfehlte sein Ziel knapp. Das Remis hatten sich letztlich die Abwehrreihen redlich verdient.