Die Hamburger wollten unbedingt im Westen erstmals auswärts doppelt punkten und waren auch lange Zeit auf einem guten Weg. Doch der MSV wusste sich gewaltig zu steigern.
Die Meidericher begannen reichlich unsortiert und konzeptlos. Kurth, Bernd Dörfel und Uwe Seeler dominierten im Mittelfeld und setzten die Außen Peltonen und Gert Dörfel immer wieder mit Steilpässen in Szene. Die Schwächen von Müller und Nolden, die ihren Gegenspie-lern anfangs viel zuviel Raum ließen wurden jedoch von Heidemann und Preuß mehr als einmal aufgefangen. Gert Dörfel, Peltonen und Dehn (an den Pfosten) verpassten vor der Pause eine klare Führung. “Oldie” Krämer erwies sich auf der Gegenseite bei einem Heidemann-Freistoß bestens postiert und hatte zudem einmal Glück, als Kurbjuhn auf der Linie rettete.
Das 1:0 des HSV durch Uwe Seeler nach der Pause war hochverdient. Manglitz hatte eine Gert Dörfel-Flanke vor die Füße des Hamburgers gefaustet, der von der 16er-Grenze aus die ganze Abwehr geschickt überlupfte (48.). Doch der MSV kam über den Kampf immer besser ins Spiel. “Eia” Krämer, Lotz und der wuchtige Versteeg rissen nun immer wieder Löcher in die bis dahin stabile HSV-Deckung. Als van Haaren in Richtung Gäste-Tor köpfte, war der heransausende Lotz vor Torwart Krämer am Ball und knallte die Kugel ins Netz (64.). Die Führung des MSV köpfte Gecks nach einer scharfen Ecke Krämers ein (74.). Zwar glichen die nur noch sporradisch gefährlichen Gäste durch Bernd Dörfel noch einmal aus (84., Fehler: Müller und Manglitz), doch eine Minute später machte Lotz mit seinem abgefälschten Gewaltschuss den engen Sieg perfekt.