Auch in Neunkirchen machten Wetter und Platzbeschaffenheit den Akteuren wenig Freude. Technische Unzulänglichkeiten waren aber nicht allein dem Geläuf zuzuschreiben.
Neunkirchen hatte schließlich einige Totalausfälle aufzufangen, denn Harig, Glod und Berg missglückte nahezu alles, was sie anpackten. Da May zwar aus allen Lagen und Entfernungen schoss, sich aber auch meist im Kleinkrieg mit Meyer verzettelte und Heiden zwar kämpfte wie ein Berserker, in Kaack jedoch einen fleißig und effektiv blockenden Geg-ner vorfand, hatte Jäcker kaum Chancen, sich auszuzeichnen. Dass die Saarländer im ersten Durchgang trotzdem lange Zeit immensen Druck aufbieten konnten, lag an den Außenläufern Schock (bis zur Halbzeit) und Melcher, der als einziger Spieler dem Gastgeber elegant über den Acker lief, als wäre optimale Bedingungen vorhanden. Leider gingen seine Nebenleute nicht auf die präzisen Pässe des Borussen-Spielmachers ein.
Braunschweig spielte vor der Pause auf Sicherheit, wagte kaum etwas in der allerdings auch anfangs sehr blassen Offensive. Erst nach dem Wechsel blühten vorne Ulsaß und im Mittelfeld Schmidt auf und übernahmen die Initiative für überraschend kraftvolle Angriffe. Allerdings lag Gerwien bei Schreier an der Kette, Krafczyk und Maas spielten unentschlossen, Wuttich war bei Leist, dem besten Borussen-Akteur neben Melcher abgemeldet und wenn doch Torschüsse zustande kamen, stand mit Kirsch der gewohnt zuverlässige, reaktionsschnelle Tormann der Borussen bereit. Die beste Möglichkeit des gesamten Spieles hatte allerdings Berg für Neunkirchen in der 50. Minute. Er schoss jedoch am leeren Tor vorbei...