Nach einer Viertelstunde Spielzeit begann der Regen und der Boden wurde immer rutschiger. Leider passte sich die Partie dieser Tristesse an.
Zum Dauerregen gesellte sich auch noch ein unangenehm böiger Wind, der den Spielern zu schaffen machte. Doch selbst die wenig idealen Wetterbedingungen konnten letztlich nicht erklären, dass sich beide Teams auf dem Platz wie Abstiegskandidaten verhielten. Enttäuschend war vor allem die Vorstellung der Hessen, bei denen Sturmführer Huberts einen besonders schwachen Eindruck hinterließ. Überhaupt konnten aus dem Angriff bestenfalls der zweifache Torschütz Solz sowie Linksaußen Kraus überzeugen. Da das Eintracht-Mittelfeld ebenfalls nur Stückwerk ablieferte, viel zu weit zurückhing und im Aufbau jede Menge Fehlpässe fabrizierte, hakte es entsprechend. Von den Berlinern, deren Experiment mit Rehhagel als Sturmspitze grandios scheiterte, hatte man eh’ nicht viel erwartet - und so spielten sie auch.
Als Schulz in der 10. Minute die größte Hertha-Chance verstolpert hatte, gab es lange Zeit viel Leerlauf. Der aufgerückte Kapitän Höfer leitete mit einem Flügellauf den Führungstreffer ein, den Solz abstaubte (24.). Nach einer stocklangweiligen ersten Hälfte rafften sich die Hessen im zweiten Durchgang zu etwas mehr Engagement auf. Herthas Schlussmann Krumnow und Eder vereitelten jedoch die meisten Eintracht-Chancen. Ein Huberts-Freistoß (80.) sowie ein Solz-Flachschuss nach feinem Sololauf (86.) landeten überraschenderweise dann doch noch im Tor, erwärmten die nur 6.500 Zuschauer indes wenig. Zu dürftig waren die Leistungen beider Teams.