Aufgrund eines überaus umstrittenen Elfmeters holte Köln in Braunschweig gegen deutlich überlegene Gastgeber einen Punkt.
Auch in der niedersächsischen Provinz konnten die Kölner ihre Krise nicht eindämmen. Mit einem Angriff der den Namen nicht verdiente, war die solide Eintracht-Abwehr nicht zu erschüttern. Die Außen Müller und Hornig mussten sich Brase/Meyer zumeist beugen, der Brasilianer Zeze kam auf dem Schneeboden überhaupt nicht zurecht, Löhr fand in Kaack seinen Meister und Overath hatte gegen Schmidt wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Da auch die Unterstützung aus der defensiv geforderten Läuferreihe kaum der Rede wert war, entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor.
Dagegen setzten die Braunschweiger von Beginn an auf engagierte Offensive. Im Mittelfeld durch die klug aufbauenden Schmidt und Bäse sowie dem erstmals nach seiner langwierigen Verletzung wieder einsatzfähigen Dulz deutlich im Vorteil, verlagerte sich das Spiel schnell in die Kölner Hälfte. Doch die Angreifer der Hausherren hatten es schwer, sich gegen das vielbeinige FC-Bollwerk durchzusetzen. Dann stand mit Schumacher ein in Hochform befindlicher Tormann im Kasten, der nicht nur bei einem Krafczyk-Geschoss (21.) bravorös reagierte. Beim 1:0 durch Krafczyk war er allerdings machtlos (26.). Weitere Chancen im Minutentakt folgten, doch das nächste Tor schoss Benthaus per Elfmeter (37.). Ob Löhr indes von Kaack wirklich zu Fall gebracht wurde, blieb zweifelhaft. Auch in Hälfte zwei zeugten Holztreffer (Ulsaß, Schmidt) und weitere tolle Chancen vom Eintracht-Powerplay. Erst gegen Spielende kam Köln noch einmal auf, doch auch Hornig und Müller scheiterten.