Mit den Seeler- und Dörfel-Brüdern, Kurth und Schnoor fehlte beim HSV die halbe Stammelf, doch das Reserveteam setzte auf Kampf und rang den überlegenen KSC nieder.
Wulf spielte für Uwe Seeler einen passablen Mittelstürmer, der als technisch starke Anspielperson sein Soll erfüllte. Giesemann rückte in die Verbinderrolle, spielte zwar nicht sonderlich effektiv, aber kampfstark. Und Kurbjuhn mit der Nr. 11 erledigte die Sonderbewachung von KSC-Spielmacher Wild mit stetem Einsatz. Da auch der erfahrene Krämer im Tor einen sicheren Eindruck machte und Krug als Antreiber und Ballverteiler brillierte, war die Grundlage für den Erfolg gelegt.
Der KSC überließ den Hamburgern in der ersten Viertelstunde genügend Raum für ihre Offensivbedürfnisse. Nach mehreren Eckbällen zog Dieckmann eine scharfe Freistoßflanke in den Strafraum an den einzig Läufer Marx per Kopf herankam, die Kugel aber unglücklich ins eigene Toreck verlängerte (19.). Danach wurden die Gäste wesentlich eifriger. Marx, Saida und Zaczyk erzwangen die Dominanz im Mittelfeld und Madl entzog sich mehrmals der Bewachung Kröpelins. In der 34. Minute verstolperte der Mittelstürmer noch eine gute Möglichkeit, doch sein Schuss aus der Drehung nach Zaczyk-Zuspiel saß (42.). Die Kombinationen des KSC liefen auch im zweiten Durchgang flüssiger, wenn auch zu sehr in die Breite. Zudem setzten sich die Außen Cieslarczyk und Geisert zu selten gegen Piechowiak und Dieckmann durch. Als Dieckmann bei einem der wenigen Entlastungsgegenzüge in der 83. Minute erneut scharf flankte, warf sich Giesemann in die Flugbahn und köpfte zum schmeichelhaften 2:1 ein. Da Madl noch eine große Chance vergab (88.), blieben die Punkte beim HSV.