Auch in Hannover bestätigten die Münchener ihren guten Lauf, der besonders auf der großartigen Abwehrleistung beruhte.
Gegen den bislang überraschend stark aufgetretenen Aufsteiger aus Hannover hatte Löwen-Trainer Merkel auf seinen Linksaußen Rebele verzichtet und Wagner mit der Nr. 11 auflaufen lassen, der sich sogleich zur Sonderbewachung Gräbers in die Läuferreihe zurückzog. Dadurch hatte Luttrop keinen Gegenspieler und konnte sich - erfolgreich - um den Spielaufbau kümmern. Da sich auch die beiden Halbstürmer Küppers und Grosser bei Bedarf regelmäßig mit in den Abwehrblock zurückzogen, hatten es die wahrlich nicht enttäuschenden Niedersachsen schwer, diesen vielbeinigen Riegel zu knacken. Bei ihren Gegenzügen erwiesen sich die Gäste zudem als flexibel und konditionsstark, denn nicht selten rückten ihre Abwehrkräfte mit auf und sorgten zusätzlich für entsprechenden Gegendruck.
Torwart Radenkovic belegte seine Ausnahmestellung unter den Bundesligatorhütern bereits bei Chancen von Bandura (13.) und Nix (19.). Ansonsten ragte Stopper Reich mit starkem Kopfballspiel heraus, indem er viele 96-Flanken entschärfte. Podlasly im Hannoveraner Tor hielt nicht schlecht, doch das 0:1 ging auf seine Kappe. Zuvor hatten die Löwen Glück, dass ein Patzke-Foul an Gräber in der 57. Minute nicht mit einem Strafstoß geahndet wurde. Er unterlief eine Grosser-Flanke, die Brunnenmeier eindrückte (66.). Diesem Treffer rannte die Heimelf vergeblich hinterher. Und als ein 1860-Konter kurz vor dem Abpfiff durch Küppers den Schlusspunkt setzte (90.), war Hannover endgültig geschlagen.