4:0 führten die favorisierten Löwen. Der Vorsprung hatte jedoch wenig mit den tatsächlichen Kräfteverhältnissen auf dem Platz zu tun.
Neunkirchen stürmte, 1860 schoss die Tore. Auf diesen kurzen Nennen ließe sich die Sachlage über weite Strecken der Partie zusammenfassen. Insgesamt 12:4-Ecken holten die Saarländer heraus, angetrieben von der glänzend aufgelegten Läuferreihe mit Melcher, Leist und Schock wurde die Löwen-Abwehr in vielfältige Verlegenheiten gebracht. Doch wenn es um den Abschluss ging, versagten die Borussen-Stürmer krass bzw. scheiterten an dem sicheren Radenkovic.
Der lange Schlussmann der Gäste, Willi Ertz, nach längerer Schaffenspause erstmals wieder in der Stammelf, half den zeitweise überheblich auftretenden 60ern beim 1:0, das Grosser vorbereitete und Brunnenmeier mit einem haltbaren “Kul-lerball” abschloss (8.). Ein vorzüglicher Sololauf von Nationalspieler Heiß leitete das 2:0 durch Grosser ein, das der beste Feldspieler der Gastgeber einnickte (22.). Wenige Minuten zuvor hatte sich Küppers verletzt und war zum Statisten am linken Flügel abgestempelt. Die Feldüberlegen-heit der Neunkircher war besonders in der Zeit vor und nach der Pause extrem, doch weder May, noch Kuntz oder Heiden nutzten ihre Chancen. Dafür schlug 1860 per Doppelschlag zu. Zuerst traf Brunnen-meier nach einem Küppers-Dribbling (trotz dessen Verletzung; 52.). Dann veredelte Grosser das einzig gute Luttrop-Zuspiel (57.). Zwei Tore von May (70.) und Simmet (75., der “Radi” überraschend tunnelte) läuteten die Schlussoffensive der Borussen ein, doch besonders in dieser Phase zeigte Radenkovic sein großes Können. Dem Spielverlauf nach, blieb das Ergebnis auf den Kopf gestellt.