Da sich Werders Rechtsaußen Zebrowski einen Tag vor dem Spiel im Training verletzte, fehlte der seit Wochen beste Bremer Stürmer.
Für Zebrowski wurde Soya nach längerer Zeit wieder eingesetzt. Dafür rutschte Ferner auf die Außenposition. Doch Soya war viel zu unbeweglich und langsam im Mittelfeld, so dass ihn Coach Multhaup in Hälfte zwei mit Ferner tauschen ließ, was sich positiv auf das SVW-Spiel auswirkte. Da auch Schulz am linken Flügel und Matischak in der Sturmmitte total abgemeldet waren, lag das Gefahrenpotential Werders im Angriff weitestgehend brach. Allerdings waren die Stuttgarter - erstmals von Ex-MSV-Trainer “Riegel-Rudi” Gutendorf betreut - lange Zeit zu defensiv eingestellt, um selbst dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken.
Merkwürdigerweise waren die Schwaben bei ihren wenigen Gegenzügen dennoch gefährlicher als die optisch überlegenen Bremer. So hatte vor allem Piontek mit dem besten VfB-Stürmer Weiß arge Schwierigkeiten. So musste Bernard zweimal Schüsse von Weiß in den ersten zwanzig Minuten parieren. Werder kam im ersten Durchgang nur zweimal zu kleinen Möglichkeiten, doch Soya und Matischak verpassten den Ball. Die Umstellung Ferner-Soya wirkte sich im Mittelfeld, aber nicht im Angriff aus. Als Sawitzki einen Ball nach vorn abgewehrt hatte und Eisele nicht vernünftig klären konnte, kam Lorenz überraschend aus dem Hinterhalt zum Schuss und traf zur Überraschung aller (52.). Ausputzer Hoffmann wurde danach zwar in den Angriff beordert, doch Pfisterer und Weiß brachten den Ball nicht über die SVW-Torlinie. Ansonsten waren vorwiegend Bernard und Jagielski die Türme in der Abwehrschlacht. Letztlich war der VfB-Sturm jedoch zu harmlos.