Zwar trafen der Fünfte und der Sechste der Bundesligatabelle aufeinander, doch nicht einmal ansatzweise sahen die Zuschauer ein Spitzenspiel.
Der Kernpunkt der Kritik zielte auf die An-griffsreihen der Teams, die weit vom Bundesliga-format entfernt agierten. Beim Club scheiterten die Versuche mit Albrecht und Dachlauer, für Greif und Allemann, auf den Flügeln kläglich. Strehl machte gegen Lindner keinen Stich und die Halbstürmer Wüthrich und Wild standen meist zu tief. Doch auch die Eintracht konnte vorne wenig bestellen. Huberts war ab der 39. Minute angeschlagen, musste gar bis in die zweite Halbzeit hinein behandelt werden, Lechner und Schämer enttäuschten als Halbstürmer, Tutschek =' Totalausfall und Kraus vereinsamte am linken Flügel. Dass sich bei diesem Trauerspiel der Offensivabteilungen die Abwehrreihen als beste Mannschafts-teile herausschälten, war dann wenig verwunderlich.
Doch etwas bekamen die beiden sicheren Torhüter doch zu tun. Lechner scheiterte nach wenigen Minuten an Wabra und Strehls Seitfallzieher parierte kurz vor der Pause Loy. Einige Halbchancen komplettierten die Gelegenheiten vor der Pause. Nach dem Wechsel bekam Kraus nach einem Durchbruch den Ball nicht an Wabra vorbei (48.) und Strehls Kopfball rauschte knapp vorbei (52.). Den letzten Hochkaräter hatte wiederum Strehl auf dem Schlappen, doch Lutz blockte den Mittelstürmer in höchster Not ab (53.). Danach wurde die Partie noch lausiger. Nürnberg träge und lässig - die Eintracht mutlos und aufs 0:0-Halten bedacht. Augenscheinlich fehlte auch in beiden Teams ein Regisseur. Wüthrich und der angeschlagene Huberts waren es nicht.