Ein unheimlich harter Schuss des Mittelfeldstrategen Bäse machte den entscheidenden Unterschied zwischen den beiden abstiegsgefährdeten Teams aus.
Gegen das Riegel-System der Stuttgarter erspielten sich die offensiv startenden Braunschweiger in der Frühphase der Partie zwar eine Reihe guter Möglichkeiten, doch erst in der 18. Minute lag der Ball tatsächlich im VfB-Netz. Ein Freistoß war bei Moll gelandet, der umgehend auf Ulsaß weiterleitete, dem per Flachschuss über den Umweg des Innenpfostens das 1:0 gelang. Ansonsten lag Ulsaß allerdings bei Pfisterer gut an der Kette und war in seinem Wirkungskreis stark beschränkt. Dafür schaltete Bäse im Mittelfeld fast nach Belieben, denn der Eintracht-Läufer wurde wenig attackiert. Doch die elastischen Schwaben spielten keineswegs nur zurückgezogen und hatten vor der Pause ihre Vorteile. Nach einer Eisele-Flanke war Weiß Brase einmal wieder entwischt und köpfte zm Ausgleich ein (33.). Das 2:1 der Gäste verhinderte Jäcker kurz danach gegen den schnellen Höller.
Nach dem Wechsel stotterte der Motor der Niedersachsen beträchtlich, doch der konsequente Abschluss der Würtemberger blieb aus. Inzwischen war der gefährliche Weiß in die Angriffsmitte gewechselt, wo Kaack wesentlich besser mit dem VfB-Stürmer klar kam, als zuvor Brase. Der Sololauf von Bäse mit dem grandiosen Schuss aus 20 Metern zum 2:1 geschah in der 72. Minute und sollte die Vorentscheidung bedeuten. Ulsaß verpasste das 3:1 nur eine Minute später, weil Sawitzki die Kugel mit den Fingerspitzen um den Pfosten drehte. Stuttgart hatte am Ende der Partie nicht mehr die Kraft, das Blatt noch zu wenden.